Auch heute starten wir wieder mit dem Frühstück im Macumba in den Tag.

Da Leon geschäftlich in Lome ist, haben wir Victorine dazu eingeladen. Dabei unterhalten wir uns auch über den Sozialfond, den wir im ABCN – Ausbildungszentrum eingerichtet haben. Wenn Azubis krank sind, kommen sie entweder zu Victorin oder zu Thimothy Tamaklo, dem Ausbildungsleiter. Einer der beiden organisiert dann einen Termin bei einem Assistant medical im Hospital, wo die Azubis dann behandelt werden und evtl. Medikamente bekommen. Victorine erzählt uns, dass dies ein sehr gutes Projekt ist. Früher haben die Azubis sich selbst irgendwie behandelt und sind aus finanziellen Gründen nicht zum Arzt gegangen. Dadurch wurden sie oft sehr schwer krank, vor allem wenn es sich z.B. um Malaria oder Infektionen handelt. Außerdem wurde ein 1. Hilfe Schrank eingerichtet mit Verbandsmaterial und einigen Medikamenten.

Fast alle Azubis wurden mit Kitteln ausgestattet, die aus einer Zahnarztpraxis in Ditzingen stammen….

Bei einem Rundgang durchs ABCN kamen wir mit den Ausbildern und den Lehrlingen ins Gespräch.

In allen Bereichen wird gearbeitet und sind Lehrlinge anwesend. Thimothy erzählt uns dass einige der Lehrlinge und Ausbilder zur Zeit in Batonou sind, wo wir gerade ein College (Realschule) bauen.

Bei den Automechanikern ist im 1.Lehrjahr ein Mädchen dabei..

Zur Zeit befinden sich im ABCN 60 Auszubildende:

Automechaniker – 1.Jahr – 8, 2. Jahr – 7, 3. Jahr – 3 Azubis

Schweißer – 1. Jahr – 5, 2. Jahr – 15, 3. Jahr – 4 Azubis

Schreiner – 1. Jahr – 3, 2. Jahr – 4, 3. Jahr – 4 Azubis

Elektriker – 1. Jahr – 4, 2. Jahr – 4, im 3. Jahr gibt es noch keinen Azubi, da die Werkstatt erst eröffnet wurde.

Dreher – Da es einen Wechsel des Ausbilders gab, gibt es nur 1. Azubi im 1. Jahr.

Zusätzlich sind im Restaurant Macumba in der Küche und im Servicebereich 49 Azubis.

Meme war 2016 für 6 Monate bei der Firma Gottwald in Zimmerbach als Hospitant – inwischen hat er selbst 8 Elektriker Lehrlinge

Es werden auch Wünsche geäußert, was wir an Material, Werkzeug und Maschinen in den Container packen sollen.

Der Azubi in der Dreherei mit einer Maschine von der Firma Jobst aus Bettringen.

Anschließend fährt Done mit den beiden Jungs und Victorine auf die „Missa Höhe“ um eine kurzen Blick auf die Aufforstung zu werfen.

Die Aufforstung ist gut im Schuss….

Bei einem Abstecher im ehemaligen Stationsgebäude der deutschen Kolonialherrscher besprechen sie noch Einzelheiten zum Programm der kommenden Tage.

Während dieser Zeit sortiere ich unser Depot im Schwabennest aus und richte Sachen (Bettwäsche, Verbandsmaterial, Scheren, Pinzetten usw.) für die Schwestern von den Clariserinnen, die wir morgen besuchen.

Um 13.00 treffen wir uns mit Meme, er war übers Wochenende in Batonou, um dort die Rohre für die Elektroinstallation im Boden zu verlegen, bevor betoniert wird. Der Schulbau geht gut voran. Wir sind schon gepannt, wenn wir am Mittwoch in den Süden fahren.

Inzwischen ist auch Felix Magnagou aus Kara eingetroffen. Wir wollen mit ihm weiter Details zu den Projekten abklären und ihm das ABCN zeigen, damit er sich ein Bild machen kann wo die Lehrlinge aus Agbang ihre Ausbildung absolvieren. Während den Gesprächen stellt sich heraus, dass der Lehrling, der Schweißer werden möchte noch zu jung ist und vom Gesetz her noch keine Ausbildung absolvieren darf. Er wird im kommenden Jahr aufgenommen.

Anschließend fahren wir nach Kpeta, wo wir eine C.E.G. bauen möchten. Vor über einem Jahr kam von dort die Anfrage für den Bau und im März 2018 haben wir die Schule schon mal besucht. In 2 festen Gebäuden und einer großen Hütte mit 6 Klassenräumen werden 399 Jungen und 454 Mädchen unterrichtet.

In zwei weiteren sehr alten Gebäuden und einer Hütte werden 426 Kinder in der Primärschule unterrichtet.

Alle Kinder und die Lehrer haben ein WC mit 6 Kabinen zur Verfügung, was natürlich viel zu wenig ist. Ein Brunnen steht zur Verfügung und die Schule ist an die städtische Elektrizität angeschlossen.

In einem Klassenzimmer werden wir von der Direktorin und 8 Elternbeiräten empfangen und diskutieren über den bevorstehenden Bau. Die gesamten Daten wird uns die Rektorin bis zu unserer Abreise zur Verfügung stellen. Alle sind begeistert, dass der Wunsch nach einem neuen Gebäude in Erfüllung geht.

In der Mitte die sehr aktive Direktorin mit ihrem Elternbeirat.

Leon erklärt den Ablauf und stellt unmissverständlich dar, dass die gesamte Dorfgemeinschaft sich am Bau beteiligen muss. Antwort der Direktorin: Sie können sicher sein, dass es funktioniert, denn hier ist eine Direktorin an der Schule. Ich habe dass im Griff. Wir sind froh als wir die Besprechung beenden können – heut nachmittag hat es weit über 40°C.

Nach einem kurzen Rundgang über das Gelände verabschieden wir uns und fotografieren beim ABCN einige Schulbänke.

Bei unserem Schulbankprojekt kann man für 35,-€ eine Bank erwerben, die von den Schreinern hergestellt und nach dem Wunsch des Spenders beschriftet wird. So haben wir insgesamt schon weit über 4000 Schulbänke an Schulen in Togo geliefert.

Um 18.00 Uhr treffen wir uns mit den Vertretern von A.P.I.L.D. Togo. Sie sind zuständig für die Abwicklung der Projekte, die über das BMZ bezuschusst werden. Der Vorsitzende und der Geschäftsführer berichten über den Fortschritt beim Bau des C.E.G. (Realschule) in Batonou. Die Mithilfe der Bevölkerung ist sehr gut. Vor allem der Elternbeirat, Frauen und die Schüler helfen kräftig mit. Wegen Weihnachten und der Feiertage zum Jahreswechsel kam es zu Verzögerungen. Sie werden aber alles dransetzten, den Termin der Fertigstellung einzuhalten. Ein erster Bericht wurde bereits an uns geliefert. In Kürze wird ein weiterer Bericht folgen. Die Baufirma arbeitet sehr gut und pünktlich.

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Kategorien: Togo-Reise März 2019

1 Kommentar

Karin Wahl · 20. März 2019 um 14:09

Hallo ihr Lieben, Ich find’s ne tolle Idee mit dem Block! Ich schätze euren Einsatz und eure Arbeit sehr.. bitte weiter so !!! Bis bald im schwabebland 🤗

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