Freitag 13.3.2020 – die 2 Wochen Togo gehen zu Ende, gefühlt waren wir 4 Wochen in Togo und haben einiges erlebt. Schon um 7.00 Uhr haben wir in Aveve eine Termin bei einer Frauengruppe, die eine Maschine besitzt, mit der man aus den inneren Palmkernen kaltgepresstes Palmöl produzieren kann.

Die Frauen aus Agbetiko bringen ihre Kerne nach Lome und hätten auch gerne eine solche Maschine. Sie führen uns vor, wie die Maschine funktioniert.

Für unsere Frauengruppe ist diese Maschine im Moment indiskutabel, da sie mit Strom betrieben wird und wahrscheinlich auch sehr teuer ist.

Für die Frauen aus Aveve wurde sie von der Weltbank finanziert. Um den Produktionsablauf komplett zu gestalten sind 3 verschiedene Maschinen erforderlich. Wir fahren zurück ins Hotel, duschen, packen die Koffer und fahren zum letzten Frühstück nach Agbetiko.

In Agbetiko gibt es keine Tankstelle mehr, also muss vor unserer Fahrt noch Benzin in Kanistern aus Avagnion geholt werden und dann kann es kurz vor 11.00 Uhr los gehen und wir fahren in Richtung Lome.

In Aneho mache wir noch einen kurzen Stopp. Es ist aber so heiss, dass man es selbst im Schatten kaum aushält.

Es läuft ganz gut und ohne Panne kommen wir nach 1 ½ Stunden in Lome an.

Im Restaurant des Hotel Robinson Plage haben wir mit Leon noch einiges zu besprechen. Endlich haben wir auch wieder digitalen Anschluß an die Außenwelt und erfahren was zu Hause so abgeht. Bei diesen Nachrichten würden wir doch am liebsten in Togo bleiben. Ich versuche so gut es geht unseren Blog fertig zu stellen und ein letztes Mal genießen wir den herrlichen Strand vor der Hotelanlage.

Beim Essen lassen wir die Reise nochmal Revue passieren und sind uns einig dass es eine spannende und sehr erlebnisreiche Reise war, bei der wir über 1900 km auf den togoischen Straßen unterwegswaren. Wir waren eine tolle Gruppe, niemand wurde krank und wir konnten unser Programm fast ganz abarbeiten.

Persönlich möchte ich mich bei den Reiseteilnehmern ganz herzlich bedanken. Besonders bei Kai, der mir nach dem totalen Absturz meines I-Pads einen Laptop aus dem Container flott gemacht hat und vor allem bei Marie, die uns mit ihren hervorragenden französisch Kenntnissen alles so super übersetzt hat und dadurch ganz schön gefordert war. Ihr wünschen wir eine gute Zeit in Togo und viel Erfolg bei ihrem Praktikum, dass sie am Montag im großen Krankenhaus beginnen wird.

Nun wünschen wir uns eine gute Heimreise…der Flug nach Paris geht. Gerade erfahren wir, dass der Grenzübergang von Frankreich nach Deutschland eingeschränkt ist…lassen wir uns überraschen.

Ich hoffe der Blog gefällt Euch und hat Euch unsere Reiseeindrücke vermittelt.

Inzwischen sind wir zu Hause. Eine beängstigende Situation hat uns erwartet. Sehr befremdend war, dass wir weder in Paris noch in Stuttgart in irgend einer Weise kontrolliert wurden. Auf Grund der Situation haben wir inzwischen auch Marie aus Togo zurück geholt. Wer weiss ob in 8 Wochen, wenn ihr Praktikum vorbei ist überhaupt Flieger gehen. Wir wünschen Euch allen alles Gute, bleibt gesund und dann bis irgendwann – wenn der Spuk vorbei ist.

Unser Benefizkonzert und die Beladung unseres Containers haben wir verschoben, bis sich die Lage entypannt hat. Liebe Grüssle Barbara Weber

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2 Kommentare

richard-salzer@t-online.de · 14. März 2020 um 9:36

Tolle Reise und besonders erfolgreich.Aber auch sehr anstrengend alles Gute

Berti Ebneter-Hälg · 24. März 2020 um 17:38

Ein eindrücklicher Bericht, der mich in der Absicht bestärkt, im November meinen Mann Roman und euch zu begleiten (das Enkelhüten sollte so lange warten können).
Hoffen wir, dass die Reise dann überhaupt möglich ist und nicht von einer zweiten Coronawelle verunmöglicht wird.
herzliche Grüsse

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