Mittwoch 11.3.2020 – Bis auf die Brett harten Matratzen hatten wir eine angenehme Nacht. Bei den Temperaturen geht doch nichts über eine Klimaanlage. Zunächst fahren wir wieder nach Agbetiko zu Victorin und Leon, wo wir schon zum Frühstück unter dem Mangobaum erwartet werden.

Um 10.00 Uhr haben wir dann einen Termin beim Präfekt. Gemeinsam mit ihm fahren wir dann zur Generalversammlung der landwirtschaftlichen Frauengruppe. Die 15 Frauen bewirtschaften inzwischen 116 ha.

Unser nächster Besuch gilt einem College an der Beningrenze. Bereits vor 1 ½ Jahren haben sie einen Antrag auf den Bau einer Schule gestellt. Die Schule besteht nur aus Apatams. Ein großes Gebäude abgeteilt in 4 Klassenräume und ein Magazin. Das Büro ist ein separates kleines Lehmhaus daneben steht ein kleines Apatam als Besprechungsraum. Es ist mucksmäuschenstill, denn gerade schreiben die Schüler eine Prüfung.

226 Schüler werden von 7 Lehrern unterrichtet. Auf unsere Frage warum es keine weiblichen Lehrkräfte gibt, bekommen wir die Antwort, das Frauen nicht aufs Land wollen.

Holali erzählt uns später, dass es hauptsächlich auch daran liegt, dass es auch hier kein Wasser und keine WC anlagen gibt. Unser Eindruck ist aber nicht nur hier, das die Lehrer sich auch keine weiblichen Kolleginnen wünschen.

Kai verteilt an die Schüler Kugelschreiber. zu unserer Überraschung gibt es kein Chaos wie sonst bei solchen Aktionen. Im Nu haben sich alle Schüler in 2 lange Reihen aufgestellt und nehmen mit einem strahlenden Mercie die Kulis entgegen.

Auch hier sehen wir die absolute Notwendigkeit für einen Schulbau. Wir versprechen die Anfrage zu Hause zu diskutieren.

Wir haben das Gefühl, das heute der heißeste Tag ist. Es ist wirklich unerträglich heiß und sehr schwül. Es geht ein leichter Wind, der aber nicht erfrischend ist. Man hat das Gefühl, dass er kochend heiß ist. Wir suchen mal wieder eine Kneipe, in der es was kaltes zu trinken gibt.

Danach fahren wir zum Farmprojekt der Frauengruppe. Rund um das kleine Farmgebäude gedeihen die Bananen prächtig.

Für das Geflügel wurde inzwischen ein großes Freigehege mit Scharrmöglichkeit, einem kleinen Wasserbassin und genügend Futter- und Wasserstellen erbaut.

Die Maismühle der Frauengruppe, die vor einigen Jahren von den Lions in Aalen gesponsert wurde funktioniert hervorragend.

Bei der Versammlung am Morgen haben die Frauen einen Mann in den Verein aufgenommen, der für die Traktoren zuständig ist. Drei der Vorstandsfrauen sind aus der alten Riege und drei wurden neu in die Vorstandschaft gewählt. Ein junger Mann, der an der Uni in Lome studiert hat ist als landwirtschaftlicher Berater anwesend.

Ein großes Problem ist in Togo der Maiszünsler…

Das Hochwasser im November hat sehr negative Auswirkungen auf die Ernte von Mais, Manjok und Gemüse gehabt. Inzwischen bauen sie auch Soja an und nutzen diese für sich und als Tierfutter. Außerdem bauen sie Tomaten und Pimont an, weil diese hier in der Region einen guten Preis erzielen. Insgesamt sind die Frauen mit dem Projekt sehr zufrieden, denn Ihre Erträge haben sich gesteigert. Bis zum November soll das Gebäude für die Saftproduktion erstellt werden. Der Plan dafür liegt schon vor und ein langfristiger Pachtvertrag für das Grundstück wird demnächst unterzeichnet. Herzlich verabschieden wir uns von den Frauen und fahren nach Agbetiko zurück.

Dort erhalten gerade die Kinder des Dorfes ein Essen, das Victorine und Leon an jedem Abend, an dem sie in Agbetiko sind spenden. Die Jungs der Fußballmannschaft erhalten von uns eine Trikotsatz aus dem Container. und die anderen Kinder T-Shirts vom Musikverein aus Wissgoldingen.

Im Container waren auch viele T- Shirts vom MV Wissgoldingen, die den Dorfbewohnern von Agbetiko viel Freude machen.

Wieder war es ein anstrengender und sehr heißer Tag und wir sind froh als wir wieder im Hotel sind, wo wir den Tag auf der Terrasse beschließen.

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Kategorien: Togo-Reise März 2020

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