Dienstag, 2.11.2021 … Nach dem gestrigen, doch sehr anstrengenden Tag haben wir alle sehr gut geschlafen. Die Zimmer im Hotel sind sauber und verfügen über eine Klimaanlage, was bei den momentanen Temperaturen sehr angenehm ist…. gerade um 9.40 Uhr, 29 Grad und fast 90% Luftfeuchtigkeit.

… immer wieder schön, im Hotel „Robinson Plage“ in Lome….

Nach dem Frühstück, das wir für 7.30 Uhr bestellt haben, ist für 9.00 Uhr ein Treffen mit dem Lionsclub Lome – Ocean geplant. Sie kommen dann ca. 30 Min. später, weil sie im Schlamm einer überschwemmten Straße stecken geblieben sind….. was auch eine Folge des nächtlichen Regens ist.

… drei Vertreter des Lions Club „Lome Ocean“ sind zu dem Treffen gekommen…

Bei der Diskussion mit den Lions wird zunächst der Abschluß des Bauprojektes von den Lions Sierning in Xletivikondzi besprochen. Im Laufe der Woche, soll die Schule, in der schon seit unserem letzten Aufenthalt im Juli, offizieller Unterricht stattfindet gemeinsam mit den Lions aus Lome besucht werden. Anschließend ging es an das neue Projekt mit dem Lionsclub Aalen in Agou Nyogbo. Das Gespräch verlief in einen angenehmen Rahmen und die Lions aus Lome zeigten sich sehr engagiert und haben zugesagt, den vom Lions Club International geforderten, finanziellen Beitrag zu leisten. Alle freuen sich auf das gemeinsame Projekt und die gute Zusmmenarbeit.

Jetzt geht es gleich weiter. Die Koffer werden wieder verladen. Hubert, Roman und Done fahren mit Leon zu Bruno, dem Transitär der Container. Mit dem letzten Container aus Österreich gab es Probleme mit der Rechnung, die aber zur Zufriedenheit aller gelöst werden konnten.

… hier fahren wir einen Umweg, weil die Hauptstrecke total überschwemmt ist…

Die zweite Gruppe hat sich gleich auf den Weg nach Lacponou gemacht. Die Fahrt gestaltete sich sehr schwierig, da die Straße in Richtung Kpalime inzwischen sehr schlecht ist und an vielen Stellen auch schon Baustellen eingerichtet wurden. Bis aber die Straße fertig sein wird, werden wahrscheinlich noch einige Jahre ins Land gehen. Für die Strecke von 90 km von Lome bis Lacponou benötigten wir über 2 Stunden.

… immer wieder genial, wie die Autos beladen sind ….

Eine halbe Stunde nach unserem Eintreffen kam auch die zweite Gruppe in Lacponou an. In dem kleinen Dorf mit weit verstreuten Hütten wurde vor kurzem eine kleine aber feine Schule fertig gestellt, die von einer Familie aus Aalen finanziert wurde.

Zwei gemauerte Schulgebäude und ein Apatam gab es bisher für die 380 Schüler. Das Apatam, wie man die traditionellen Hütten nennt war vom Einsturz bedroht. In dem neuen Gebäude mit zwei Klassenräumen sind momentan 77 Kinder untergebracht.

Der Platz würde noch für ca. 23 weitere Kinder reichen. Der Direktor brachte seine große Freude über das schöne Bauwerk zum Ausdruck und bat uns den Spendern ein großes Agbekaka zu überbringen.

… nicht erst seit Corona, wird an den Schulen das Händewaschen groß geschrieben… einfache, aber sinnvolle Lösung

Gemeinsam ging es dann noch auf die 30 km lange Strecke nach Kpalime. Auch hier wurde links und rechts der Straßen schon mit Rodungsarbeiten der Bäume und den Abbrüchen der Häuser bzw. Hütten begonnen, die bei der Erweiterung der Straße im Weg stehen.

Der erste Stopp in Kpalime ist natürlich das „Macumba“ das Restaurant in unserem Ausbildungszentrum ABCN. Nach einer kurzen erfrischenden Pause, ging es in das nur wenige Meter entfernte Hotel „Orchidee“, wo wir schon im Juli übernachtet haben. In dem kleine Familienhotel hat es uns sehr gefallen. Sehr herzlich werden wir von der Familie, die sich über unseren erneuten Besuch sehr freut, begrüßt.

Schnell werden die Zimmer bezogen und Koffer ausgepackt und dann ging es gleich weiter.

Wir besuchen den Kindergarten in Nyiveme, einem Stadtteil von Kpalime.

Dort wurde von der Familie unseres verstorbenen Mitglieds Richard Salzer und dem Lionsclub Aalen ein Kindergarten finanziert. Diese wurde vor kurzem in Betrieb genommen und wir sind begeistert. Ein solides Bauwerk mit zwei Klassenräumen. In den älteren Gebäuden und dem neuen Gebäude werden insgesamt 130 Kinder. Davon sind 50 Kinder die in dem neuen Gebäude betreut werden.

In der angegliederten Grundschule werden 560 Kinder unterrichtet.

Die Kinder in den zwei Klassenräumen haben gemalt und gebastelt und damit die Räume dekoriert. Mit kleinen Liedbeiträgen und Tänzen überraschen sie uns und wir sind uns alle einig, dass Richard sich sehr gefreut hätte, wenn er das mit erlebt hätte.

Inzwischen beginnt es dunkel zu werden und wir fahren zurück ins „Macumba“. Traditionell werden wir am Begrüßungsabend von Leon zum Abendessen eingeladen und George und sein Team überraschen uns wieder mit einem super leckeren Essen.

Ausführlich haben wir über viele Projekte und vor allem über Erlebnisse der vergangenen Jahre diskutiert. Zum Abschluß gibt es dann noch eine wunderschöne Überraschung für Johanna. Da die Koffer von ihr und Hubert nicht angekommen sind, hat sie so gut wie nichts anzuziehen. Victorin hat Johanna mit in die Ausbildungswerkstatt der Schneiderinnen genommen – ruckzuck wurde sie von oben bis unten vermessen und sage und schreiben zwei Stunden später kam Victorin mit 3 Kleidern aus afrikanischen Stoffen. Wir waren alle gerührt und Johanna war total happy über ihr neues Outfit.

Einen spannenden Tag lassen wir dann auf der Terasse unseres Hotels ausklingen.


2 Kommentare

Ulf · 3. November 2021 um 16:16

Whow, schon wieder Mammutprogramm gleich am Anfang. Danke für den ausführlichen Bericht, wie kriegst du denn das noch hin? Ich bin schon gespannt auf die nächsten Tage, aber: Gönnt euch auch mal ne Pause!!! Und viele Grüße an alle!

    Barbara Weber · 4. November 2021 um 9:11

    Der Bericht ist für mich im Moment der größte Stress hab diemal keine technische Beratung …

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