Sonntag 7.11.2021… Wir haben eine herrliche, erholsame und sehr ruhige Nacht verbracht. Da das Kloster mitten im Wald liegt ist es dort sehr ruhig und bei dem bisherigen Tempo, das wir bei unseren Besuchen vorgelegt haben, war das sehr erholsam.

Nach dem Frühstück im Kloster Dzobegan, das heute so gut wie ausgebucht war, sind wir gleich wieder gestartet. Wir haben uns im Kloster der Clariserinen in Kpime angemeldet. Nachdem die Straßen ja sehr schlecht sind, ist die Fahrt ins Tal wieder sehr anstrengend.

In Kpime werden wir von Schwester Stephanie aus Burkinafaso und Schwester Cleoza aus Brasilien sehr herzlich empfangen. Das Dispensaire wird von uns mit einem Sozialfond und Hilfsgütern aus dem Container unterstützt. Die beiden Schwestern werden von 2 Postulantinen aus Benin und von der Elfenbeinküste und einer togoischen Hebamme unterstützt. In den Gärten und bei der Verarbeitung der Kräuter helfen Frauen aus der Umgebung, die sich so ein gutes Zubrot verdienen können.

Das Kloster liegt einige Kilometer nördlich von Kpalime, unterhalb des bekannten Wasserfalls in Kpime. Es ist eine sehr schöne Anlage mit einer großen Gartenanlage, in der unheimlich viele Kräuter angebaut werden, die dann zu Medikamenten ( Tees, Salben, Tinkturen usw.) verabeitet werden.

Zunächst werden wir von den Schwestern zu einem herrlich aromatischen Kaffee, der im Kloster Dzobegan angebaut wird und frischen Früchten aus dem eigenen Garten eingeladen. Die Schwestern wünschen sich dringend ein Ultraschallgerät. Vor allem um die schwangeren Frauen zu untersuchen. In diesem Zusammenhang telefonieren wir mit einer Schwester ihres Ordens, die in der Nähe von Tuttlingen in einer Einrichtung arbeitet. Evtl. kann sie was organisieren und wir nehmen das dann im Container mit. Grundsätzlich freuen sich die Schwestern über alle Hilfsgüter, die mit dem Container zu ihnen kommen. Wie die Theresa Schwestern hätten sie gerne Wandhalterungen für Händedesinfektion und Behälter für die Tagesration von Medikamenten für die Patienten.

Bei einer Führung durch das Dispensaire bekommen wir einen Einblick in die Arbeit der Schwestern. Sie behandeln mit der Human Medizin und der hommöophatischen Medizin.

Die Schwestern haben einen sehr guten Ruf. Vor kurzem war die Sekretärin des Präsidenten bei Ihnen und ein Chirurg aus Lome brachte seine Eltern zu Ihnen. Sie sagten zu ihm, dass er der Arzt wäre. Er meinte er weiß, dass sie sehr gute Arbeit machen und hat vollstes Vertrauen zu Ihnen.

Normalerweise kommen die Patienten morgens um 8.00 Uhr zu Untersuchungen und am späteren Nachmittag können sie die Ergebnisse abholen. Ein Hauptteil der Patienten sind Frauen zur Schwangerschaftsvorsorge, Mütterberatung, Malaria, Durchfall und kleinere Verletzungen usw.. Nach Geburten oder z.B. bei hohem Fieber usw. übernachten die Patienten im Dispensaire.

Wie schon bei unseren letzten Besuchen sind wir wieder begeistert von dem Dispensaire und vor allem auch von der Sauberkeit, die in Togo nicht selbstverständlich ist.

Nach einem schönen Nachmittag mit den Schwestern verabschieden wir uns mit dem Versprechen, dass wir uns um ihre Wünsche für den Container kümmern und versprechen im März auf jeden Fall wieder zu kommen. Dabei ladet uns Schwester Cleoa ein, beim nächsten Mal genügend Zeit einzuplanen für eine bioenergetische Behandlung…. wäre doch auch mal schön !!

Wir fahren noch die kurze Strecke bis Kpalime, können gerade noch Duschen und schon geht es weiter. Um 16.00 Uhr findet ein Freundschaftsspiel von 2 Mädchenmannschaften im Fußball statt. Die Mädchen stammen aus verschiedenen Schulen Kpalimes. In Togo wird Fußball ganz groß geschrieben. Allerdings richtet sich das Augenmerk sehr auf die Jungen und Männer Mannschaften. Wir finden es sehr wichtig, dass die Mädchen auch unterstützt werden und veranstalten einmal jährlich ein Spiel mit 2 Mannschaften und unterstützen verschiedenen Mädchenmannschaften mit Trikots, Fußbällen usw.

Auf dem Fußballplatz, der wahrlich nicht so aus sieht wie ein Fußballplatz, herrscht eine sehr gute Stimmung. Beide Mannschaften haben genügend Schlachtenbummler dabei. Für uns sind extra, im Schatten von großen Bäumen, Stühle aufgebaut. Auf einem Tisch stehen die beiden Pokale die wir mitgebracht haben und in denen auch ein finanzieller Beitrag liegt, mit dem die Mannschaften ihre Fahrten zu Auswärtsspielen finanzieren.

Gespielt wird 2 x 30 Minuten und das ist bei der Schwüle und einer Temperatur von über 35 Grad eine ganz schöne Herausforderung.

Die Mannschaft mit den grünen Trikots gewinnt mit 3 :0 und wird mit großem Jubel befeiert. Allerdings freut sich auch die andere Mannschaft über den kleineren Pokal und den Geldbetrag.

Johanna übergibt an die beiden Mannschaften den Pokal und mit Begeisterung feiern die Mädchen gemeinsam Sieg und Niederlage.

Da inzwischen dicke Gewitterwolken aufziehen und ein starker Wind weht, herrscht rasch große Aufbruchstimmung. Wir schaffen es auch gerade noch zu Leon nach Hause, wo wir heute zum Abendessen eingeladen sind.

Bei einem richtigen Tropengewitter verbringen wir einen schönen Abend bei Victorin und Leon auf der Terrasse. Gemeinsam mit den Lehrlingsmädchen die bei ihnen wohnen, hat Victorin ein leckers afrikanisches Abendessen mit Salat, Koliko, Kochbananen, Poulet, Reis, Gemüse und natürlich scharfer Soße zubereitet. Da wir morgen einen anstrengenden Tag vor uns haben beschließen wir zeitig ins Bett zu gehen.


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