Freitag 2.12.2022 – wie immer stehen wir auch heute wieder bald auf. Gleich am Morgen kommt Firdaws, eine junge deutsch – togische Praktikantin und ihr Chef Theo aus einer Schule für behinderte Kinder. Wir haben für die Kinder einiges an Unterrichtsmaterialien, Spielzeug und Kleidung hergerichtet und sie holen die Sachen ab. Am Mittag ruft Firdaws an und bedankt sich für die tollen Sachen, vor allem den tollen Koffer mit den orffschen Instrumenten finden sie super und werden ihn im Unterricht gut nutzen können.. Sie haben den Kindern allen ein Stofftier geschenkt. Aus einem Teil der Sachen werden sie für jedes Kind ein kleines Paket zu Weihnachten machen. Da wird Firdaws mir dann auch Fotos schicken.

Danach frühstücken wir und fahren anschließend aufs Plateau de Day. Wir sind sehr überrascht wie gut die Passstraße hergerichtet wurde. Erst oben auf dem Plateau sind die Bauarbeiten noch in vollem Gange und somit ist die Strrecke schwierig zu befahren.

Das Plateau ist eines der Hauptanbaugebiete für Kaffee und auch sonst landwirtschaftlich geprägt. Links und rechts der Piste liegen große Kaffewälder, Manjok und Yamsfelder, sowie viele Bananen und Avocadobäume. Das Klima ist dort angenehmer als unten in Kpalime oder gar in Lome.

Zunächst besuchen wir die Primärschule in Atigba. Sie wurde 2008 vom Lionsclub Aalen finanziert. 2019 finanzierten sie noch einen Kindergarten für ca. 30 Kinder. Der Kindergarten ist heute geschlossen, da die Erzieherin auf einer Fortbildung ist. Die Lehrer und Schüler haben uns freudig begrüßt und waren traurig, dass von den Lions aus Aalen niemand dabei war und lassen Grüße ausrichten. Das Schulgebäude und die Klassenräume befinden sich in einem ordentlichen Zustand.

Anschließend sind wir nach Elavagnion gefahren, wo wir uns mit Ameniyo treffen. Er ist gemeinsam mit 4 Helfern für die ca. 38 ha Aufforstungsfläche verantwortlich. Wir besprechen mit ihm die bis März notwendigen Tätigkeiten. Eigentlich wollten wir mit ihm zu den Flächen fahren.

Da es zu einem sehr starken Gewitter kommt ist es unmöglich auf der steilen Piste zu den Flächen zu kommen.

So besprechen wir mit Janny, der ja bis Februar in Togo bleibt, dass er in der kommenden Woche mit der Truppe die Flächen in Tsahoe und Agogbo besichtigt, kontrolliert und für uns Fotos macht. Im März werden wir dann die Flächen selbst besichtigen und alles weitere besprechen. Da es aussieht als würde sich das Wetter nicht bessern, treten wir die Rückreise an. Durch den starken Regen ist die Straße, die noch nicht repariert ist sehr glitschig und teils schwierig zu befahren.

Kurz vor Kpalime besuchen wir in Kpime noch das kleine Hospital der Clarissa Schwestern.

Leider kann uns heute nur Schwester Patricia empfangen, die anderen 3 Schwestern und 3 Postulantinen liegen alle im Bett. Viele Menschen sind zur Zeit erkältet und da es immer noch stark regnet gibt es viele Moskitos und somit viele Menschen die an Malaria erkrankt sind. Mit einem der letzten Container kam ein Ultraschallgerät aus einer Bettringer Arztpraxis nach Togo. Das Gerät wäre sehr gut und würde auch sehr gute Fotos machen. Problem wäre, dass das Gerät in deutscher Sprache eingestellt ist. Es gibt sicher die Möglichkeit, das Gerät auf die französische Sprache um zu stellen. Dazu benötigten die Schwestern aber eine Betriebsanleitung oder einen Code. Ich verspreche mich darum zu kümmern und habe sofort mit der Praxis, aus der wir das Gerät bekommen haben Kontakt aufgenommen.Sie antworten mir sofort, das sie recherchieren werden …. das ist super, darum aus Togo ein herzliches Agbekaka.

Schwester Patricia lädt uns noch zu frischer Kokosmilch und Bananenchips ein und entschuldigt sich, dass sie nicht gebacken haben, weil alle krank sind. Während unserem Zusammensein bedankt sie sich für die vielfältige Unterstützung durch Hilfe für Togo e.V. in Form des Sozialfonds für besonders Bedürftige und das viele Material aus den Containerlieferungen.

Da am Nachmittag nochmal einige Patienten kommen, verabschieden wir uns um Schwester Patricia nicht bei ihrer Arbeit zu behindern und versprechen im März wieder zu kommen. Bei strömmendem Regen fahren wir das letzte Stück bis Kpalime. Wir hatten während unserer Togoaufenthalte noch nie so viel Regen wie in diesem Jahr. Auch wir merken, dass es bei Regen abkühlt. Es hat zwar immer noch um die 25 Grad. Was aber in den feuchten Hütten doch ganz frisch ist.

Zurück im ABCN sind Roman und Anton nochmal mit Leon, Kokou Abousi und Arafat im Büro, während ich mit Victorin und Kossi nochmal im Containerlager Hilfsgüter sortiere und Victorin gleich die weitere Verteilung an die Bestimmungsorte organisiert. Ein Fahrer vom ABCN fährt gleich einige Pakete aus. Wir richten nochmal Sachen für die Behinderteneinrichtung Envol. Firdaws wird am Montag vorbeikommen und die Sachen holen. Eigentlich wollten wir uns noch mit Pfr. George treffen, der unter anderem mehrere blinde Jugendliche betreut. Er ist beruflich sehr eingespannt und wir hatten in den letzten Tagen soviele Termine, das wir es nicht geschafft haben uns zu treffen. Wir werden in den nächsten Tagen jemanden beauftragen, um die Jugendlichen und Pfr. George zu besuchen.

Dann bekommen wir noch Besuch. Der Vater von Emillienne und ihre Cousine Denise kommen noch kurz vorbei um sich von uns zu verabschieden und ein kleines Geschenk für Emilienne mitzugeben.

Wir unterhalten uns mit den beiden noch eine Weile und Denise berichtet uns, dass sie schon einen unterschriebenen Vertrag für eine Aupairstelle ab Januar in Deutschland hat. Wenn sie dort ist wird sie sicher Emilienne besuchen und sich dann auch bei uns melden. Nach einem letzten Abendessen im Macumba gehen wir ins Hotel. Wir müssen noch unseren Ausreiseantrag stellen ….. was sich schwieriger gestaltet als wir gedacht haben. Immer wieder nimmt das Programm Daten nicht an und ich muss von vorne beginnen. Nach über 1 Stunde kommt die Nachricht das die Zeit überschritten ist und ich den Versuch in 2 Stunden neu starten soll ….. das ist mir zu spät. Wir diskutieren noch ein wenig und beginnen noch zu packen, bevor wir wieder voll geschafft in unsere Betten fallen. In der letzten Nacht fiel zwischendurch der Strom aus und es war im Zimmer sehr warm. Hoffen wir das es heute Nacht keine Stromprobleme gibt, denn die Klimaanlage nicht läuft, wird es relativ schnell warm im Zimmer.


1 Kommentar

Uli · 4. Dezember 2022 um 6:47

Jeder Tag volles Programm! Vielen Dank für euren Einsatz!

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