Montag 21.1..2022 – Heute heißt es früh aufstehen. Pünktlich um 7.00 Uhr starten wir in Richtung Agbetiko, wo Victorin mit ihren Helferinnen schon das Frühstück vorbereitet hat.

Um 9.00 Uhr haben wir eine Termin beim Prefäkten von Agbetiko. In seinem gut gekühlten Büro werden wir empfangen. Es handelt sich um einen sehr kurzen Besuch – aber wie sagt man so schön “ das Protokoll verlangt es“, dass wir dem Prefäkten die Ehre erweisen und ihm Gelegenheit geben uns willkommen zu heißen. Gemeinsam fahren wir jetzt nach Alenou – hochofifziell – vorne weg der Prefäkt in seinem Dienstwagen mit Standarte u. Polizeischutz und wir hinterher.

In Alenou handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Bayrischen Gemeindezeitung, Familie v. Hassel, der Aktion Cents for help von der Firma Bosch und Hilfe für Togo, bei dem eine Primärschule mit Wasserversorgung und eine Latrine gebaut wurden Die Fertigstellung war schon im Frühjahr. Seit März findet der Unterricht bereits in den neuen Klassenzimmern statt.

Die Wasserversorgung wurde von verschiedenen Spendern finanziert, indem sie zu Weihnachten 2021 ein oder zwei Wasserprojekt-Karten aus unserer Aktion „Hoffnung für Togo“ gekauft haben.

Wie immer werden wir wieder mit viel Tamtam empfangen und wie immer beginnen die Feierlichkeiten mit einem gemeinsamen Gebet. Anschließend gibt es Reden mit vielen Dankesworten von der Schulverwaltung, dem Dorfchef und dem Bürgermeister.

Alle freuen sich sehr über den Bau des Schulhauses mit 4 Klassenräumen, Lehrerzimmer mit Büro und einem Lagerraum, sowie der Latrine und dem Wasserturm mit 2 weiteren Wasserstellen. Die Schülerzahlen sind wieder gestiegen und so sind alle Klassenzimmer voll belegt. 20 % der Schüler kommen aus dem nur 7 km entfernten Benin. Seit Bezug der Schule im Frühjahr haben sich die Leistungen der Schüler verbessert. In den von uns erbauten Schulen herrscht auf Grund der Bauweise und der guten Dachisolierung trotz der extremen Hitze ein angenehmes Klima. Der Dorfchef erwähnt, dass bei unserem Besuch im November vergangenen Jahres keiner geglaubt hätte, dass dieses Projekt so schnell realisiert werden könnte und dass sie je so sauberes Wasser wie jetzt hätten.

Anton Weber bedankt sich bei Leon Djiousso und dem gesamten Team vom ABCN Ausbildungszentrum für die hervorragende Arbeit, die bei dem Bau geleistet wurde. In unseren Verträgen wird vor Baubeginn immer die Eigenleistung der Dorfbevölkerung in Höhe von 5 % festgeschrieben. Leider wurden hier in Alenou nur 3 % erbracht, was wir von Hilfe für Togo so nicht akzeptieren können. Nach der Feier konnte mit dem Prefäkten vereinbart werden, dass er dafür sorgt, dass das Geld aufgebracht wird .

Der Prefäkt bedankt sich bei allen Reiseteilnehmern mit einer extra angefertigten Medallie. Er ist sehr dankbar, das wir in eines der entlegensten Dörfer seiner Prfäktur gekommen sind um eine Schule zu bauen.

Die offizielle Übergabe erfolgt durch Michael v. Hassel, dessen Familie einen beträchtlichen Anteil zur Finanzierung der Schule aufgebracht hat. In seiner perfekt in französisch geführten Rede bringt er klar zum Ausdruck wie wichtig Bildung für alle Menschen auf der Welt und vor allem auch für Mädchen ist.

Im Anschluß übergibt Michael v. Hassel an die Honorationen noch ein Exemplar der Bayrischen Gemeindezeitung und wie immer wird uns natürlich wieder ein schönes Rahmenprogramm geboten.
… und auch kulinarisch werden wir wieder bestens versorgt …
Im Anschluß geht es gleich weiter, denn wir wollen in Digbe eine Primärschule besuchen, die einen Antrag für einen Schulneubau gestellt haben. Wieder geht es über Holper- Pisten in ein entfernt liegendes kleines Dorf. Dort werden wir natürlich auch wieder mit viel Tamtam empfangen.
Der Sekretär des Prefäkten stellt das Dorf, und der Rektor die Schule vor und eine Schülergruppe bietet eine sehr schöne und gut einstudierte Tanzvorstellung.

Mit Hilfe unseres bewährten Übersetzers Roman Ebneter, stellt Anton Weber unseren Verein vor und erläuter die Voraussetzungen für eine Unterstützug durch uns.

Das in dem Dorf der Bau einer Schule notwendig ist, ist bei der Besichtigung unschwer zu erkennen.Es gibt nur Lehmhütten mit einem Strohdach und eine Lehmhütte mit einem Blechdach, das aber sehr baufällig ist.

….. und auch das Lehrerzimmer und Büro des Rektors besteht nur aus einer sehr primitiven Lehmhütte.

Die genauen Daten, wie Dorfbevölkerung, Schülerzahlen usw. werden uns in den nächsten Tagen zugehen. Wir versprechen, dass wir uns zu Beginn des neuen Jahres melden um Bescheid zu geben, wie wir uns entschieden haben. Es wird dann auch Zeit die Rückfahrt anzutreten, denn wir haben eine weite und anstrengende Strecke vor uns. In Agbetiko werden wir auch schon sehnsüchtig erwartet. Victorin hat mit ihren Helfern Pakete mit Kleidung, Bettwäsche, Handtüchern usw. (Hilfsgüter aus dem letzten Container) gepackt. 200 Frauen hat sie eingeladen und die sollen alle ein solches Paket erhalten…. es ist eigentlich nicht zu beschreiben was da abgegangen ist.

Es ist schon stockdunkel als sich die Frauen auf den Heimweg machenAnschließend und wir wieder ein herrliches Abendessen erhalten, bevor es zurück ins Hotel geht.. Die Koffer müssen gepackt werden, den morgen reisen wir weiter. Den Abend beschließen wir wieder auf der Dachterrasse.

Viel Spass beim lesen und liebe Grüße aus dem heißen Togo …. ich melde mich wieder …


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