Reisebericht über die 15 tägige Reise mit vielen Projektbesuchen

Mit einer großen Delegation machen wir uns auf den Weg nach Togo. Es stehen viele Termine an, wir werden unser neues Ausbildungszentrum in Kara offiziell übergeben, neue Schulen eröffnen und Ideen für die nächsten Projekte sammeln. Alle Infos zu unserer Reise findet ihr hier.

So, es ist geschafft, die Koffer sind gepackt und auch sonst ist hoffentlich alles erledigt, was zu erledigen ist. Nach z.T. recht anstrengenden Vorbereitungen starten wir zu unserer Frühjahrsreise nach Togo.

Vor allem die Visaanträge kosteten uns einige Nerven. Seit das Antragsverfahren nur noch online möglich ist, hat man den Eindruck, dass es in Togo Leute gibt, die eine gute Einnahmequelle gefunden haben. Auch schon bei unserer Novemberreise mussten Teilnehmer – aus welchen Gründen auch immer – ihr Visa zweimal beantragen und bezahlen….

Die Vorbereitung des Programms war auch nicht ganz einfach, da wir in drei Gruppen reisen und jede Gruppe ihre speziellen Programmwünsche hat.

Teilnehmer 1. Gruppe   17.3.- 31.3.2026

Anton + Barbara Weber, Felizia Müller, Roman Ebneter, Kerstin Albrecht, Brigitte Nussbaum.

Teilnehmer 2. Gruppe    22.3.- 31.3.2026

Abele Georg, Kratky Thomas + ´Gisela, Kallien Lothar + Katja, Gärtner Hubert + Lotte, Fischer Lars, Haas Stephanie, Ilzhöfer Werner.

Teilnehmer 3. Reisegruppe   25.3 – 31.3.2026

Schaible Ernst Martin, Tina Ulmer, Maximilian Maier  

Dienstag 17.03.2026

 … schon kurz nach 2.00 Uhr geht’s los. Anja Müller, die Mutter unserer Mitreisenden Felizia holt uns ab und recht flott geht es nach München. Kerstin und Brigitte, die aus der Nähe von Stuttgart kommen, sind schon am Flughafen. Dort ist heute früh noch nicht allzu viel los und ohne irgendeine Kontrolle sind wir ruckzuck am Abfluggate. Weil Alex vom Waldstetter Reisebüro uns bereits eingecheckt hat, müssen wir an keinen Schalter mehr. Pünktlich hebt der Flieger bei trübem Wetter ab. Über den Wolken scheint die Sonne bei strahlend blauem Himmel und nach einer Stunde ruhigem Flug landen wir bei trübem Wetter in Brüssel.

Da die Fluggastbrücke defekt ist, können wir erst nach über einer halben Stunde

aussteigen.

Ohne weitere Kontrollen geht es gleich weiter und am Abfluggate treffen wir Roman, aus der Schweiz, der uns schon viele Jahre auf unseren Reisen begleitet und für uns ein sehr wichtiger Togo-Fachmann ist. In den 80iger Jahren war er 10 Jahre als Entwicklungshelfer in Madagaskar und Togo.

Mit etwas Verspätung starten wir um 11.00 Uhr in Richtung Afrika.

Über den Pyrenäen und über dem Mittelmeer haben wir sehr gute Sicht und über der Sahara ist es sehr staubig und wir werden immer wieder mal gut durchgeschüttelt.                                            

Der Service im Flugzeug ist sehr gut und das Essen richtig lecker.

Kurz nach 16.00 Uhr landen wir in Accra, der Hauptstadt von Ghana. Die meisten Passagiere steigen aus. Für uns geht es nach einer Stunde weiter und als wir nach gut 30 Minuten und ca. 130 km in Lome landen, ist es bereits dunkel.

Da Togo fast am Äquator liegt wird es dort um ca. 18.00 Uhr innerhalb von 15 Minuten dunkel und am Morgen genauso schnell hell.

Bei der Ankunft funktioniert diesmal alles Bestens – keinerlei Probleme mit Visa und Gepäck – sogar meine togoische Telefonkarte konnte ich mit Romans Hilfe gleich aufladen – Halleluja…

Am Schalter neben uns treffen wir auf eine Reisegruppe, bei der eine Frau aus Gmünd und ein Ehepaar aus Heubach dabei sind. Bei einem der Teilnehmer gilt das Visa erst ab morgen – er muss bis 24.00 Uhr im Flughafengebäude bleiben – ein toller Start für so eine Reisegruppe… wie wir später erfahren, hatten sie noch 2 Tage Probleme, bis er endlich sein richtiges Visa hatte – die Gruppe hatte eine Togorundreise gebucht und war sehr verärgert über die Organisation durch den Reiseveranstalter.

Wir fahren zum Hotel „Robinson Plage“ die Zimmer wind rasch verteilt und bei einem leckeren Abendessen und guter Stimmung lassen wir den Tag ausklingen.

Mittwoch 18.03.2026 … Nach einer angenehmen Nacht sind wir bereits um 7.00 Uhr beim Frühstück … alle haben gut geschlafen und mit einem herrlichen Frühstück, mit Blick aufs Meer, leckeren Früchten und allem Drum und Dran starten wir in den Tag.

Das Gepäck wird verladen und mit 30 Min. Verspätung starten wir in Richtung Notse. Auf den Straßen ist einiges los…. und wir brauchen für die etwa 95 km knapp 2 Stunden.

In Notse wurde schon vor einigen Jahren, auf Initiative des damaligen Landrats Klaus Pavel, ein Schulgebäude erbaut. Von verschiedenen Gemeinden des Ostalb Kreises u. dem Landratsamt wurde ein weiteres Gebäude finanziert und das Ostalb Gymnasium in Bopfingen hat Unterrichtsmaterialien für Naturwissenschaftlichen Unterricht finanziert und ist dabei eine Partnerschaft aufzubauen. Außerdem wurden durch private Sponsoren 2 Gebäude an der Primärschule gebaut.

Zunächst besichtigen wir die beiden Gebäude der Grundschule, die in den letzten zwei Jahren erbaut wurden.

Schon an der Straße stehen die Kinder und jubeln uns zu. Der Schulhof und die Klassenzimmer sind sauber und die Kinder unheimlich ruhig und zurückhaltend…. vor allem die kleineren haben Angst vor den Jovo’s wie sie die Weißen nennen.

.

Brigitte hat Hefte, Stifte und Bonbons dabei und die Kinder sind überwältigt.

Die angegliederte Vorschule ist in einem recht baufälligen Gebäude und es ist wegen der vielen Kinder sehr beengt. Auch die Einrichtung ist sehr sporadisch und es gibt fast keine Spielsachen und nur sehr wenig Lernmaterial.

Der Wunsch nach einem neuen Gebäude ist verständlicherweise groß.

Auch am Ostalb Gymnasium werden wir von allen Schülern mit Musik und Tamtam empfangen.  

Die deutsche und die togoischen Flaggen werden gehisst und beide Hymnen gesungen       

 Video deut. Hymne

Außerdem gibt es noch mehrere Lied – und Tanzvorführungen. In einem der Klassenzimmer diskutieren wir dann über einiges.

Die zwei von uns gebauten Gebäude haben sieben Klassenräume. Zusätzlich gibt es noch drei weitere Gbäude, die aber in einem miserablen Zustand sind. Insgesamt werden an der Schule über 1500 Kinder unterrichtet.

Allgemein hören wir immer wieder, dass an den Konfessionsschulen (evang. + kath.) die Schülerzahlen zurückgehen. Der Rektor erklärt uns, dass sie da kein Problem hätten. Die Eltern würden großes Vertrauen in sie setzen und die Schule hätte einen sehr guten Ruf. Er weiß aber auch, dass vor allem auf dem Land, die Eltern nicht das Geld hätten, um das Schulgeld an einer solchen Schule zu bezahlen.                                                  

Hier sind die Schülerzahlen gestiegen, doch leider haben sie für den Fachunterricht, wie z.B. Physik u. Chemie keine separaten Räume. Drei Gebäude mit je 3 Schulzimmern- falls man die überhaupt so nennen kann ?? sind in miserablem Zustand. Bei einem Klassenraum ist in der Regenzeit bei einem Sturm das Dach davongeflogen… hier findet der Unterricht nun quasi im Freien statt…. nicht nur bei Regen, sondern auch in der Trockenzeit durch die pralle Sonne nicht unbedingt

förderlich für einen guten Lernerfolg.

Das Ostalb Gymnasium Bopfingen möchte sehr gerne die Partnerschaft mit dem Gymnasium in Notse ausbauen und natürlich umgekehrt genauso. Es wurden auch schon Videokonferenzen zwischen den Schülern abgehalten. Leider waren diese bisher nicht immer erfolgreich. Auf der togoischen Seite gab es technische Probleme. Allerdings haben sie dann versäumt, dass an die Schule in Bopfingen zu vermitteln und dort saßen dann die Schüler vor den Laptops und es tat sich nichts…..🙈 …der Rektor und der Deutschlehrer versichern uns, dass sie alles daransetzen, um dieses Problem zu beseitigen.

Für uns ist es sehr wichtig, dass die Bevölkerung, sowie die Eltern und die Schulverwaltung ihren Part bei der Umsetzung der Projekte einbringen. Dazu gehören Eigenleistungen von 5% durch die Bevölkerung und auch eine gute Zusammenarbeit. Daher erwarten wir, dass Bescheid gegeben wird, wenn z. B. eine Videokonferenz im Moment nicht stattfinden kann.

Die anwesenden Lehrkräfte beteuern, dass sie bei den Baumaßnahmen wie bisher ihre Leistungen erbringen werden und auch die zukünftigen Videokonferenzen evtl. besser zu organisieren oder dann auch Bescheid zu geben, wenn es Verbindungsprobleme gibt. Auch wir erleben es bei unseren regelmäßigen Teams – Besprechungen mit Leon und Boris, dass es immer wieder                                                                                                                                                                                                                                                           größere und kleinere Probleme mit der Verbindung gibt.

Bevor wir uns verabschieden, werden wir noch zum Essen eingeladen. Die Frauen haben gekocht, als wären wir mit einer ganzen Kompanie gekommen. Die Lehrer bedanken sich nochmal herzlich für unseren Besuch, aber auch für die Geschenke an die Kinder.

Jetzt geht es weiter nach Kpalime. Eigentlich sind es knapp 60 km, die in etwas weniger als 2 Stunden zu bewältigen wären. Auf der Strecke befindet sich aber eine größere Baustelle. Daher fahren wir erst 2 Stunden auf der Nationalstraße Nr.1 für 70 km in Richtung Norden nach Atakpame. Von dort geht es auf der Nationalstraße Nr.5 für 100 km wieder Richtung Süden nach Kpalime. Dafür brauchen wir nochmal 2 Stunden und sind nach den vielen Straßenschwellen froh, als wir in Kpalime ankommen. Auf der Strecke von Atakpame bis Kpalime befinden sich etwa jeden 1/2 km eine Bodenschwelle, um den Verkehr zu verlangsamen…. die Fahrer fahren aber trotzdem volle Kanne, bremsen kurz vor der Schwelle ab und geben wieder Vollgas…. wir werden also kräftig durchgeschüttelt.

Inzwischen kommt auch Leon aus Lome zurück. Er hat uns auf der heutigen Fahrt nicht begleitet, da er einen wichtigen Termin auf einem Ministerium hatte…  er kommt mit sehr guten Nachrichten zurück… im Rahmen des Acord-Programmes wurde unser Status bestätigt bzw. um weitere 2 Jahre verlängert. Das heißt, dass wir in den nächsten 2 Jahren wieder von Zoll- und Mehrwertsteuer befreit sind.
Wenn das kein Grund zum Feiern ist … Denn dieses Privileg haben nur wenige Hilfsorganisationen.

Die Zimmer im Hotel Orchidee sind schnell verteilt und die Besitzer freuen sich riesig uns wieder zu sehen.
Nach einer Begrüßungsrunde im ABCN-Ausbildungszentrum und im dazugehörigen Restaurant kommt schon der Bürgermeister von Kpalime um uns persönlich zu begrüßen. Er war erst kürzlich in Europa und hat uns dabei auch in Waldstetten besucht. Für den lieben Empfang dankte er uns nochmal herzlich und hat uns für die kommende Woche ins Rathaus eingeladen.

Nach einem sehr leckeren Abendessen im Macumba gehen wir heute zeitig zurück ins Hotel, denn morgen früh starten wir schon sehr zeitig zu unserer Reise in den Norden…. also muss wieder gepackt werden….

Im Hotel unterhalten wir uns noch mit dem Besitzer….es ist ein schönes, kleines Familiengeführtes Hotel. Bisher hat er immer Touren durch Togo angeboten, für die er in Paris auf einer Reisemesse geworben hat und da war sein Hotel immer gut belegt. Er hat mit den Gruppen z.B. abgelegene Dörfer und kleine Handwerksbetriebe besucht und die Urlauber konnten sich dort z.B. ein afrikanisches Tuch herstellen, töpfern usw…die Urlauber hatten schöne Tage und traditionelle Handwerker verdienten sich ein Zubrot. Inzwischen sind die Standgebühren und die Reisekosten nach Paris gestiegen und er kann sich das kaum noch leisten. Außerdem bieten große Reiseunternehmen aus Europa organisierte Reisen an …. bei denen kommen aber nur die zum Zug, die extrem günstig ihre Hotels vermieten…. aus Verzweiflung vermieten diese oft, obwohl sie dabei so gut wie nichts verdienen….so macht unser moderner Tourismus, kleine Familienbetriebe kaputt…und in Europa sprechen sie immer von Fairness, meint er bitter….

Donnerstag 19.03.2026

GUTEN MORGEN heißt es heute schon sehr früh … es ist noch dunkel, als wir unsere Koffer packen, das Reisegepäck verstauen, den Rest im Hotel Holali unterbringen, unsere Kühlbox befüllen …. und dann fast pünktlich starten wir kurz nach 7.00 Uhr….

Um 7.00 Uhr beginnt auch die Arbeit im ABCN. Davor findet immer der Morgenapell statt. Dazu stellen sich die Lehrlinge auf. Sie werden aufgerufen und bekommen ihre Essensmarke für das von “ Hilfe für Togo“ finanzierte Mittagessen. Danach wird ein kurzes Gebet gesprochen, die Fahne gehisst und die Nationalhymne gesungen… dann beginnt die Arbeit.

Es ist viel los auf der Straße. Zunächst geht es wieder über die N.5 nach Atakpame wo wir dann frühstücken und nach genau 1 Stunde wieder auf der N.1 weiterfahren. Es ist die Hauptachse, die von Lome nach Kara und dann weiter nach Burkinafaso und Mali führt. Viele Güter, die in Lome im Hafen ankommen werden über diese Straße in den Norden und die angrenzenden Länder gebracht. Daher sind viele, oft stark überladene LKW’s unterwegs.

Neben dem bunten Sammelsurium an Fahrzeugen sind auch auf den Nationalstraßen viele Fußgänger unterwegs. Nur ein weißer Streifen trennt die Fahrbahn vom Fußgängerweg und wir wundern uns immer wieder, wenn wir die vielen Kinder auf ihrem Schulweg sehen, den sie ab dem ersten Tag zu Fuß gehen…dass da nicht viel mehr Unfälle passieren….

Wie schon gestern, sieht man sehr gut … die Natur schreit nach Wasser … viele trockenen Flächen, dürres Gras, Flächen, die gebrannt haben und zwischendurch immer wieder mal grüne Flächen, wo es jetzt zum Ende der Regenzeit schon geregnet hat….

…und überall am Wegrand findet auch der Handel statt… landwirtschaftliche Produkte wie Obst und Gemüse, aber auch Holz und Holzkohle wechseln den Besitzer.
Hier im Norden kaufen die LKW-Fahrer ein. Nachdem sie ihre Waren, die sie vom   Hafen in den Norden gefahren haben. ausgeliefert haben kaufe sie Holz und Holzkohle und liefern diese in die Städte im Süden.

Trotz der nicht ganz einfachen Straßenverhältnisse läuft es bis Sokode relativ gut.
Zwischen Sotoubboua und Sokode ist wieder eine große Baustelle auf der N.1 und gleich nach Sokode ist die gesamte Straße auch auf einigen Kilometern abgefräst.

In Sokode legen wir eine kurze Pause ein und dann gehts weiter….

Sokode ist die 3.grösste Stadt Togos und liegt etwa in der Mitte des Landes.
Hier wohnen viele Moslems, was an der Kleidung der vielen Menschen auf den Straßen nicht zu übersehen ist.

Von Sokode nach Kara sind es gut 70 km, für die wir eine gute Stunde brauchen und als wir dort um 16.00 Uhr aus dem Auto steigen hat es bei einem heißen Wind 37°C im Schatten.

Wir steigen ziemlich geschafft aus dem Auto und freuen uns auf ein Päuschen in einem kühlen Zimmer im Hotel Kara. Wir werden jedoch schon von unseren ehemaligen Lehrlingen und den zukünftigen Betreibern des neuen Zentrums erwartet….also nix mit Pause….. wir besprechen mit ihnen einiges wegen der offiziellen Übergabe des ersten Bauabschnittes in der kommenden Woche.

Zum Abschluss des Tages treffen wir uns mit Dr. Tata Padabo Kelem, dem 1. Stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Kara. Er kann heut allerdings nur sehr kurz vorbeischauen, da er noch einiges zu arbeiten hat. Er ist nicht nur Bürgermeister in der 2. größten Stadt Togos, sondern unterrichtet auch an der Uni in Kara.

Freitag 20.3.2026

Hallo und guten Morgen, auch haute geht es zeitog los….wir sind schon aif dem Weg nach Nangbeni, wo wir heute eine weitere Schule einweihen werden…..ja und es ist schon sehr heiß….

Nach dem Frühstück starten wir schon kurz nach 7.00 Uhr…. Und wir merken es schon jetzt … es wird ein heißer Tag.

Auf den Straßen Karas ist schon viel los….die Schulkinder sind auf dem Weg, an den Marktständen herrscht reges Treiben und wir sehen viele muslimischen Bürger die festlich gekleidet auf dem Weg in die Moscheen sind.

Nangbeni liegt im Nordwesten von Togo etwa 140 km von Kara entfernt am Rande der Atakora Berge. Anfangs noch mit kleineren Hügeln geht es immer mehr in die Savannenlandschaft über.

Kurz nach 9.00 Uhr sind wir an der Kontrollstelle, von wo aus man nur mit einem Passierschein weiterfahren kann … schon im Vorfeld der Reise haben wir alles organisiert und so geht es relativ schnell weiter.

..ein Militärfahrzeug mit MG-Aufbau und mehreren Soldaten fährt voraus und ein PKW mit einer Abordnung des Dorfes fährt hinter uns.
Die Begleitung dient zu unserem Schutz, da die Grenze zu Burkina Faso nicht allzu weit entfernt ist und es schon ab u. zu Boko Haram Überfälle gab. Weiße Touristen wären da gute Geiselopfer.

Die Landschaft wird immer karger und trockener. Immer wieder weht ein heißer Wind, der viel Staub aufwirbelt. Als wir um 11.00 Uhr in Nangbeni ankommen, hat es fast 40 °C und wir werden natürlich wie immer von vielen Schülern, Lehrern und der Dorfbevölkerung erwartet … und natürlich auch wie immer mit Tamtam und Musik.

Hier im Norden Togo‘ s sind die Menschen in der Regel noch ärmer. Es gibt wenig Wasser und durch die lange Trockenzeit eine karge Vegetation und auch durch die Nähe zur Grenze von Burkina Faso und die allgemeine schlechte Infrastruktur verlassen viele die Region, denn die Eltern möchten ihren Kindern eine bessere Bildung ermöglichen. Für uns ist es jetzt schon die 2. Schule, die wir in dieser sehr entlegenen Region ganz im Norden Togos übergeben.

Video deut. Nationalhymne Schülerchor Nagbeni


Der Schuldirektor hält eine Begrüßungsrede und nach einem kurzen Gebet gibt es Ansprachen vom Bürgermeister und natürlich auch von Done mit seinem Übersetzer Roman. Dazwischen tanzt eine Frauengruppe des Dorfes und die Kinder präsentieren einen Sketch in deutscher Sprache und neben beiden Nationalhymnen auch noch 2 deutsche Liedbeiträge.

Bevor Done und Roman ihre Ansprache halten bekommen wir alle ein afrikanisches, handgewobenes Hemd. Done und Roman sogar ein traditionelles Dorfchef Gewand.

Unsere Reiseteilnehmerin, Kerstin Albrecht bedankt sich mit einem Liedbeitragt „Ave-Maria“ und die gesamte Bevölkerung ist total begeistert.

Das Schulgebäude wurde über FLY & HELP von einem deutschen Reiseunternehmer finanziert. Bevor wir die Klassenräume besichtigen, durchtrennen der Bürgermeister und Kerstin Albrecht das Band an einer der Eingangstüren.

Video Tanz der Frauengruppe

An der Schule werden im College (Realschule) 433 Kinder und im Lycee (Gymnasium) 212 Kinder unterrichtet. In dem neuen Gebäude mit den 4 Klassenräumen finden jetzt in jedem Raum mindestens 60 Kinder Platz. Das heißt es könne dort mindestens 240 Kinder unterrichtet werden.

Es ist eine sehr schöne Feier, bei der uns sehr viel Dankbarkeit und Freude entgegengebracht wird. Es ist zu spüren, wie sehr sich alle freuen, dass es Menschen gibt, die an sie denken.

Nach den Feierlichkeiten werden wir zum Essen eingeladen. Auch hier haben die Frauen des Dorfes für uns gekocht und es gibt Hirsepatt mit einem Spinat ähnlichen Gemüse und Erdnüssen…. und es schmeckt sehr lecker….  und zum Dank gibt es nochmal einen Tanz…..

sieht zwar nicht so toll aus, schmeckt aber sehr gut.

Im Anschluss besuchen wir noch die Grundschule, die etwa 1km entfernt liegt. Dort werden knapp 300 Kinder unterrichtet. Da es bereits früher Nachmittag ist, sind die Kinder schon nach Hause gegangen. Die Gebäude sind in einem sehr schlechten Zustand.
Blinde und gehörlose Kinder der Region werden im Unterricht integriert.
Die Schulverwaltung und Elternvertreter bitten uns um ein neues Gebäude und erwähnen dabei das der Kindergarten auch sehr baufällig ist. Wir beauftragen sie eine Anfrage mit allen Daten zu erstellen, damit wir darüber beraten können.

In Nagbeni befindet sich auch eine Einrichtung, die unter anderem von der Christofel Blindenmission unterstützt wird. Dort wurden die Hemden, die wir heute bekommen haben, hergestellt.

Nun wird es aber Zeit, dass wir uns verabschieden, denn die Fahrt, zurück nach Kara dauert auch wieder gut 3 Stunden. Die Strecke bis zur Kontrollstelle werden wir wieder vom Militär begleitet. Auch von Ihnen verabschieden wir uns und bedanken uns und  haben den Eindruck, dass sie den Tag mit uns genossen haben.
Jetzt sind es noch knapp 2 Stunden in’s Hotel, wo wir uns sehr auf die Dusche freuen.
Zum Abendessen gehen wir ins Marox und sitzen danach noch eine ganze Weile auf der Terrasse im Hotel… denn es gibt unheimlich viel zu diskutieren ….

Es war ein schöner Tag und dafür sagen wir Danke oder wie man in Togo sagt … Akpekaka

… so und jetzt geht es in’s Bett … hoffentlich ist es im Zimmer etwas klühler als hier auf der Terrasse ….

Samstag 21.März 2026

Nach einer Nacht, die nicht unbedingt erholsam war … 
es war heiß.. heiß ..heiß und die Klimaanlagen in den Zimmern mal zu warm und mal zu kalt…. geht es gleich nach dem Frühstück los…. wir haben einen langen Tag vor uns.

Zunächst fahren wir zum Rathaus in Kara um den Bürgermeister Tata Padabo Kelem abzuholen. Auch Felix Magnangou, ein früherer Lehrer und der Vertraute der Togohilfe Donzdorf erwartet uns schon. Bereits 2018 haben sich die Togohilfe Donzdorf und Hilfe für Togo e.V.  zu einem starken Verein zusammengeschlossen. Gemeinsam starten wir zu unserer Tagestour, bei der uns auch Paul, einer der ersten vier Lehrlinge, die wir aus Kara ins ABCN nach Kpalime geholt haben, begleitet.

Durch eine karge Landschaft mit dürren Feldern, ausgetrockneten Flussbetten und ärmlichen Hütten fahren wir von Kara bis kurz vor die Beningrenze.

Von Nicht nur bei dieser Reise, sind wir immer wieder begeistert von den Tafelaufschrieben und den großartigen Zeichnungen auf den Tafeln. Für die Schüler sind die Zeichnungen an den Tafeln sehr wichtig. Da die Kinder oft keine Bücher haben, sind die Zeichnungen auf den Tafeln an der hinteren Wand angebracht und bleiben dort einige Tage, damit die Schüler sie in ihre Hefte zeichnen können.

Auf der mehrstündigen Fahrt besichtigen wir Schulen und Kindergärten, die inzwischen 20 – knapp 30 Jahre alt sind. Der erste Halt ist in KOZAH wo wir eine Primärschule und einen Kindergarten besichtigen.
In KPANZINDE besuchen wir ebenfalls eine Primärschule mit Latrine und in KAPIZINDE ein Lycee (Gymnasium).

Unser nächster Besuch gilt einer Primärschule inkl. Brunnen in LIMKAO.
In AGBANG besichtigen wir 3 Gebäude eines Schulzentrums und in NEKERETA einen Kindergarten, der erst im November 2019 eingeweiht wurde.
Zu guter Letzt besuchen wir eine Primärschule in Kpindi.

Insgesamt sind wir zufrieden, wie gut die Gebäude nach so langer Zeit noch aussehen. Natürlich gibt es Abnutzungserscheinungen, aber nur durch entsprechende Pflege und entsprechende Erhaltungsmaßnahmen konnten die Gebäude so erhalten bleiben.
In KAPIZINDE haben sich am Dach die Verschraubungen gelöst. Dadurch ist es undicht und an einigen Stellen locker, sodass bei einem Sturm die Gefahr besteht, dass es der Wind mit nimmt… es muss alsbald repariert werden. In NEKERETA haben wir 2019 einen Kindergarten gebaut, bei dem wir ein Sandwich-Dach der Firma Kratky aus Aalen verarbeitet haben. Zur Zeit werden in dem Gebäude 35 Kinder von einer Lehrerin betreut.
Der Kindergarten steht immer noch sehr gut da und wir konnten uns direkt von der Qualität des Daches überzeugen. Heute bei fast 40°C im Schatten spürt man das gute Klima im Raum, dass durch die Isolierung des Daches entsteht.

Bei der Schule in Kozah wurde ein großer Gemüsegarten angelegt. Die Schüler werden im Gartenbau unterrichtet und der Rektor ist sehr stolz auf die reichhaltige Ernte.

    ….so schön kann Wasser sein ….                    … Samstag – Badetag….

Da heute Samstag ist, findet kein Unterricht statt.

Aber überall kommt ein Lehrer oder sogar der Rektor, um uns zu begrüßen und natürlich sind auch immer sofort viele Kinder da, um zu schauen was los ist… für die Kinder immer eine spannende Abwechslung im Alltag… wenn die Jovos kommen …

In den ländlichen Regionen wohnen die Lehrer oft direkt neben der Schule, bewirtschaften nebenher ein Stück Land und halten sich Haustiere, um so den Lebensunterhalt für die Familie zu sichern – denn das Gehalt ist meist zu gering.

Eine Familie hatte gerade Backtag… es gab Gebäck…ähnlich wie bei uns die Fasnetküchle. Wir wurden gleich zum Helfen und Probieren eingeladen

Es ist ein Gebäck für ein besonderes Fest, das morgen in der Kirche an die Kinder verteilt wird …… und der Osterhase war auch schon da und hat Fußbälle gebracht

Video … Kinder beim Fußball spielen ….

Video  Frau beim Holz hacken  .. Frauenpower ist angesagt….

Vor 30 Jahren wurden die Schulen noch ohne Zwischendecken gebaut. Das Klima in den Klassenräumen war da natürlich nicht so gut wie es jetzt ist. Die Dachkonstruktionen bauen wir inzwischen mit Stahlträgern und es wird eine isolierende Zwischendecke eingezogen. Die Fensterfronten auf beiden Seiten der Räume sind inzwischen größer. So kommt mehr Licht und auch mehr Luft in die Räume. Die Fenster bestehen aus Gittersteinen ohne Glas.

                                               Damals  und Heute

Wichtig für uns ist, dass bei allen Baumaßnahmen die Bevölkerung mit eingebunden wird. Stets müssen 5% der Gesamtkosten in Form von Eigenleistungen von der Bevölkerung erbracht werden. Nach der Fertigstellung hat die Bevölkerung die Verantwortung für den Erhalt und die Instandhaltung. Wenn dabei Unterstützung benötigt wird, können die Dorfbewohner Anträge bei uns einreichen.

Inzwischen ist es gnadenlos heiß geworden und wir sind ganz schön platt und fahren zurück nach Kara. Am Stadtrand legen wir eine wohlverdiente Erfrischungspause ein und besuchen anschließend noch kurz die Familie, bei der Felizia die nächsten 3 Monate verbringen wird…. Wir sind begeistert von dem wundervollen Gemüsegarten und dem Haus der Familie …. Felizia wird es dort schön haben.

Für den Nachmittag haben wir einen ersten Besuch in dem neuen Handwerkerzentrum geplant.
Wir haben in Kpalime das ABCN-Ausbildungszentrum, in dem wir im dualen System in handwerklichen Berufen (Schreiner, Maurer, Schweißer, Elektriker, Solarelektriker, KFZ-Mechaniker, Restaurantfachkraft, Koch/in und in der Schneiderei) ausbilden. Seit dem Zusammenschluss mit der Togohilfe Donzdorf stellen wir jährlich auch 4 junge Menschen aus der Region Kara zu ihrer dreijährigen Ausbildung ein. Für diese Jugendlichen hat Hilfe für Togo auch stets die Kosten für Kost u. Logie in Kpalime übernommen. Die Ausbildung im ABCN-Ausbildungszentrum ist für alle Azubis kostenlos… was in Afrika absolut unüblich ist.
Wir sind dankbar, dass wir diese Kosten durch unseren Verein übernehmen können. Für die jungen Menschen in Togo sind eine gute Schulbildung und eine qualifizierte Ausbildung sehr wichtig. Nur so haben sie auch gute Perspektiven in ihrem Land und können dieses auch voranbringen. Die ersten Lehrlinge aus der Region Kara haben ihre Ausbildung schon vor 2 Jahren abgeschlossen und in anderen Betrieben gearbeitet. Jetzt starten wir mit ihnen in einem Handwerkerzentrum.

Mit dem Bau wurde vor knapp einem Jahr begonnen und wir sind sehr zufrieden mit dem Baufortschritt und dem Ergebnis.

Bei unserem Treffen mit den zukünftigen Betreibern gibt es einiges abzusprechen und zu klären und so sitzen wir einige Zeit zusammen…

und es ist sehr heiß in Kara…. Auch am Abend als wir auf der Hotelterrasse noch einiges besprechen , was die  Entwicklung des Handwerkerzentrums betrifft.

Sonntag 22.März 2026

Heute ist ja Sonntag und so lassen wir es ruhiger angehen und frühstücken erst um 8.00 Uhr. Für einen Teil der Gruppe geht es in die Kirche, was ja in Togo immer ein ganz besonderes Erlebnis ist. Nach der Messe gibt es vom Pfarrer noch einen Reisesegen und sehr anerkennende Worte für unser Engagement. Er ermuntert uns nie den Mut für unsere Arbeit zu verlieren und bittet um Verständnis, wenn nicht immer alles sofort zum Erfolg führt.

Video-Gottesdienst in Kara

Nach den vielen Eindrücken gibt es auch einiges aufzuarbeiten. Done u. Roman besprechen mit Boris einiges in Bezug auf die laufenden und zukünftigen Projekte. Da wir nur zweimal im Jahr für gut zwei Wochen in Togo sind muss praktisch jede freie Minute genutzt werden, um wichtige Dinge direkt vor Ort zu besprechen. Regelmäßig halten wir zwar auch Videogespräche zwischen Waldstetten/ Bettringen, der Schweiz und Togo ab… jedoch ist es nicht immer ganz einfach, da die Verbindung gestört wird oder manchmal auch gar nicht zu Stande kommt und so nutzen wir auch die Zeit vor Ort, um wichtige Dinge abzuklären.

Für den Nachmittag haben wir uns mit Felix in Houde verabredet. Wir wollen das Aufforstungsprojekt in Houde besuchen. Im November 2024 waren wir das erste Mal hier, weil wir von dem Engagement der Dorfbewohner gehört hatten. Sie hatten beschlossen eine Hügelkette aufzuforsten, um die Landschaft ihrer Heimat zu erhalten

Sie pflanzen verschiedene heimische Bäume deren Früchte sie zum Essen oder zur Herstellung von Medikamenten verwenden können. Aber auch um den Tieren Nahrung und einen geschützten Lebensraum zu geben.
Eigenständig haben sie die Aufforstung der Hügelkette begonnen. Leider haben sie aber nicht die nötigen finanziellen Mittel, um das Projekt eigenständig durchzuführen und sind auf uns zugekommen.

Inzwischen haben sie einen konkreten Aufforstungsplan für 3 Jahre erstellt. Geplant ist die Bepflanzung von je 20 ha im 1.und 2. Jahr und 10 ha im 3. Jahr. Wir waren begeistert wie akkurat und präzise die Planung und Kostenaufstellung dargestellt ist.

Im November 2025 waren wir mit der Reisegruppe auf dem Berg und haben auch alle einen Baum gepflanzt. Wir wollen uns jetzt ansehen ob unsere Bäume und auch die, die Dorfbevölkerung gepflanzt haben, alle angewachsen sind.

Bei knapp 38°C besteigen wir den steilen Hügel und sind begeistert wie sich das Projekt entwickelt hat. Unheimlich viel Mann- und Frauenpower steckt dahinter. Allein das Anlegen der Steinmauern von insgesamt 1 km, die bisher angelegt wurden, ist eine Meisterleistung. Pro laufendem Meter werden etwa 650 kg Steine verarbeitet. Ziel ist es ca. 5 km Steinmauern anzulegen, damit der Boden bei Regen nicht immer weggeschwemmt wird.

Felix erzählt uns, dass er von seinem Vater viel Wissen vermittelt bekam und in seinem eigenen Garten 30 Jahre lang Erfahrungen gesammelt hat. Für ihn wäre es wichtig, dieses Wissen an die Kinder weiterzugeben und deshalb setzt er sich voll und ganz dafür ein.

Wir sind sehr begeistert von der Leistung, die die Dorfbevölkerung hier erbringt.

Es ist wahrhaft eine Meisterleistung. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Menschen das neben ihrer täglichen Arbeit machen, wo sie auch ihre eigenen Felder bewirtschaften, um die Familie zu ernähren. Es macht uns auch sehr betroffen in welch einfachen Verhältnissen die Menschen leben und trotzdem sind sie so fröhlich. Für die Kinder des Dorfes ist unser Besuch der Höhepunkt des Sonntags.

Als wir uns verabschieden, wird es schon langsam dunkel und wir sind froh, dass wir trotz der Hitze auf dem Berg waren, um erleben zu können was für eine großartige Arbeit die Menschen hier leisten.

Felix bedankt sich im Namen der Dorfbewohner ganz herzlich und bittet uns, dass wir diese wichtige Arbeit für sein Land weiterhin unterstützen. Sie würden alles tun, um das Projekt weiter erfolgreich fortzusetzen und uns nicht zu enttäuschen.

Done und Roman bedanken sich ebenfalls und wünschen für die beginnende Regensaison eine gute Zeit.

Wir fahren zufrieden und sehr beeindruckt nach Kara zurück. Nach dem Abendessen sitzen wir noch eine ganze Weile zusammen und reflektieren einen ereignisreichen Tag.

Inzwischen ist auch die zweite Reisegruppe – die Lions aus Aalen und Sierning in Lome gelandet. Leider startet der Togoaufenthalt gleich mit Problemen.

Bei der Einreisekontrolle funktionieren die Drucker für’s Visa nicht. Zunächst ist ein ewiges Rumstehen am Schalter angesagt. Dann gibt es einen provisorischen Stempel für ein 48 Stundenvisa in den Pass. Morgen müssen sie auf ein Amt kommen, um die endgültigen Visa abzuholen.

Jetzt kommt erst mal unser ganzer Plan durcheinander…🙈🙈  

Sind wir mal gespannt, wie es morgen weiter geht….

Montag, 23. März 2026

Auch bei uns startet der Tag schon mit Turbulenzen. Tata Padabo Kelem hat uns in der Nacht geschrieben, dass wir um 7.30 Uhr einen Termin beim Oberbürgermeister der Stadt Kara haben. Roman, Done u. Felizia fahren hin. Sie werden im Namen der Stadt begrüßt und der Oberbürgermeister spricht seinen großen Dank für unser Engagement aus.

Nach dem Frühstück haben wir, ebenso ganz kurzfristig, eine Einladung beim Präfekten der Region Kara. Er wurde erst im November in sein Amt eingesetzt.

Der Präfekt ist der oberste Verwaltungsbeamte einer Provinz – ähnlich wie bei uns der Landrat.

Vom Bürgermeister Tata Padabo Kelem werden wir am Hotel abgeholt. Er begleitet uns zur Präfektur, wo wir sehr freundlich empfangen werden. Als wir im November hier waren, fanden gerade die Wahlen statt und er kam in sein Amt.

Da er uns und vor allem den Verein noch nicht so gut kennt, stellt er uns und unsere Projekte kurz vor. Der Präfekt erwähnt, dass er schon viel von uns gehört hat und auch bei der Grundsteinlegung für das Handwerkerzentrum mit dabei war.

Während unseres Gespräches mit dem Präfekten, ruft Holali aus Lome an. Unsere Reisegruppe sitzt in Lome fest – zusammen mit allen anderen Passagieren, die gestern abend gelandet sind. Gestern wurde den Reisenden noch versprochen, dass heute früh das Visa erteilt wird. Dies ist jetzt nicht mehr der Fall. Alle müssen einen komplett neuen Antrag erstellen, sollen das Visa nochmal bezahlen und würden dann morgen erst ihre Visa bekommen….🙈….

Als wir das dem Präfekten die Geschichte erzählen und auch unserem Unmut etwas Luft machen nimmt er sofort sein Handy zur Hand und führt mehrere Telefonate…man merkt sehr gut, dass auch er und der Bürgermeister über die Situation nicht sonderlich erfreut sind – er macht seinem Ärger hörbar Luft.

Den Vormittag verbringen wir noch mit einigen Telefonaten mit Holali, der Reisegruppe in Lome….

Eine Hotelbuchung muss storniert werden und das andere neu gebucht…. wir überlegen, wie wir mit dem Programm fortfahren ….

Dank dem Druck, den der Präfekt ausgeübt hat klappt es mit dem Visa um die Mittagszeit … allerdings zu spät für die Fahrt von Lome nach Kara. Die Fahrt dauert 7 Stunden und da müssten sie einen Teil der Strecke im Dunkeln fahren, wovor in Togo immer abgeraten wird, da es einfach zu gefährlich ist. 

In Togo gibt es viele unbeleuchtete Fahrzeuge. Fußgänger auf der Fahrbahn usw….

Die Gruppe bleibt heute in Lome…macht ein kleines touristisches Programm und morgen vormittag fahren sie nach Atakpame, wo wir uns dann am Nachmittag treffen.

 Video – im Bus der Lions, vor dem Visa Amt

Für die Gruppe, die nach einer Woche nachkommt, aber auch für uns ist es jetzt etwas kompliziert, aber auch sehr ärgerlich. Das Programm für unsere Reisen ist ja immer sehr eng getackte und jetzt müssen wir einiges vor Ort neu organisieren.

Da es inzwischen 41°C hat, beschließen wir eine kleine Siesta einzulegen, bevor wir zum Nachmittagsprogramm übergehen.

Im November 2024 wurde in Kara Lama Poude eine Schule übergeben, die von White Angel for FLY and HELP und Hilfe für Togo finanziert wurde. Wir machen einen Überraschungsbesuch und sind sehr erfreut, das alles sauber und ordentlich ist.

Im Handwerkerzentrum treffen wir uns nochmal mit Leon, Boris und den zukünftigen Unternehmern um weitere Details zur Inbetriebnahme und zum Start des zweiten Bauabschnittes zu besprechen….

… während sich die Mitreisenden der zweiten Reisegruppe von den ärgerlichen Strapazen, der vergangenen Stunden erholen und das Beste aus der momentanen Situation machen, indem sie in Aneho auf den Spuren der deutschen Kolonialherren wandeln und die Meeresbrise am Strand genießen, an dem einst die Deutschen landeten, um Togoland zu erforschen.

 Video – Fischer an der Lagune in Aneho

Eigentlich wollten wir uns ja heute abend im Hotel in Kara treffen… was nun leider nicht möglich war… So verbringen wir den Abend in Kara und die andere Gruppe in Lome. Wir werden das morgige Programm leider alleine absolvieren und morgen abend treffen wir uns dann hoffentlich alle in Atakpame.

Dienstag 24. März 2026

Heute heißt es Abschied nehmen von Kara.

Schon vor dem Frühstück werden die Koffer gepackt. Vor der Abreise haben wir noch einen wichtigen Termin….der erste Bauabschnitt des neuen Handwerkerzentrums wird übergeben

Ein Teil der Maschinen und der Werkzeuge, die mit dem Container nach Togo kamen, sind schon nach Kara transportiert worden.

Eigentlich ist nur eine kleine Feier geplant. Die Einweihung des Zentrums soll im November stattfinden, wenn auch der zweite Bauabschnitt fertig gestellt ist. Trotz allem ist der Präfekt, der Bürgermeister und sein Stellvertreter gekommen. Was uns zeigt, wie wichtig ihnen das gesamte Projekt ist.

Boris, der schon sehr gut in die Vereinsarbeit integrtiert ist hat die Moderation der Veranstaltung übernommen. Tata Padabo Kelem und Roman fungieren als Übersetzer.

Video . togoische Nationalhymne der Aprentis

Nach der offiziellen Begrüßung und einem Gebet wurden beide Nationalhymnen gesungen und es gab Ansprachen vom Präfekten, vom Bürgermeister, von Paul als Vertreter der Handwerker und von Done u. Roman als Vertreter von Hilfe für Togo. Dabei überreichte Roman an Marie als Geschenk ein Schreibset mit einer Taschenlampe. Er sagte dazu:“ Als zukünftige Leiterin mußt Du öfters etwas unterschreiben – und damit Du immer siehst, was Du unterschreibst, auch wenn der Strom ausfällt,  ist eine Lampe dabei“.
Paul und Bernhard bekommen ein Schweizer Taschenmesser mit den Worten “ … ein Werkzeug für die Hosentasche… und achtet darauf, dass Ihr immer Euer Werkzeug dabei habt, um Euer Handwerk auszuüben“.
Es ist überwältigend, zu sehen wie dankbar die drei für die Geschenke und die persönlichen Worte sind.

Die neuen Handwerker überreichen an Done ein Geschenk, das die Verbundenheit von Deutschland und Togo darstellen soll und sie wollen damit Danke sagen oder Elale, wie man in der Kabiesprache sagt.

Zur offiziellen Übergabe wird das Band an der Eingangstür unter viel Beifall vom Präfekten und Done durchschnitten.

Beim anschließenden Rundgang zeigt sich der Präfekt und der Bürgermeister sehr beeindruckt von dem bisher geschaffenen. Sie erwähnen mehrmals, wie sehr sie sich schon auf November freuen, wenn das Zentrum fertig gestellt ist und richtig in Betrieb geht.

Mit einem kleinen Umtrunk und viele guten Gesprächen geht die Feier zum gemütlichen Teil über und die Handwerker versprechen uns mehrmals, dass sie alles tun werden, um uns nicht zu enttäuschen. Wir sind gespannt, wie es läuft. Uns ist auch klar, dass wir den jungen Menschen zu Beginn nicht nur mit Rat und Tat zur Seite stehen, sondern, dass wir sie jetzt auch finanziell unterstützen müssen, bis es dann richtig vorangeht.

Inzwischen wurde auch mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen.

Im November sollen dann alle Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Dann werden in den Werkstätten neben den Schneiderinnen, Schreiner, Schweißer und Metallbearbeitung, Elektriker, KFZ Mechaniker und Maurer tätig sein

Da wir heute noch ca. 260 km nach Atakpame fahren müssen, wird es Zeit, dass wir losfahren. Auf der Strecke ist eine große Baustelle, die uns mindestens 1/2 Stunde mehr kostet.
Der Verkehr in Richtung Süden hält sich in Grenzen aber sehr viele LKWs sind in Richtung Norden unterwegs. Die Straße ist teilweise sehr schlecht und in den 2 großen Baustellenbereichen geht es nur schleppend voran.

…und allerlei Fahrzeuge sind auch wieder unterwegs … wir wundern uns immer wieder, dass doch relativ wenig passiert…

Wenn die Fahrzeugkolone zum Stehen kommt, werden sofort die Verkäuferinnen aktiv und versuchen ihre Ware an die Frau oder den Mann zu bringen.
Das kann manchmal ganz schön gefährlich sein, da sie möglichst viel verkaufen wollen und oft nicht auf den Verkehr achten… so ist es gestern passiert, das unser Fahrer mit dem Außenspiegel, einer Frau die Schüssel vom Kopf gefegt hat…das war ein Theater….der Frau ist gar nichts passiert aber ihr Reisbier, das sie in der Schüssel zu einem Verkaufsstand tragen wollte war weg….Boris hat die Sache sehr gut geregelt…5000 Fcfa…gut 8,-€ …da sind wir außer dem kaputten Außenspiegel, sehr gut weggekommen.

Wir sind froh, als wir nach einer anstrengenden Fahrt, kurz vor 17.00 Uhr in Atakpame im Hotel Roc ankommen. Die zweite Reisegruppe ist schon da.
Sie sind heute Morgen in Lome losgefahren und haben auf der Fahrt noch das Ostalbgymnasium in Notse besucht, wo ihnen ein toller Empfang bereitet wurde.
Bei einem gemeinsamen Abendessen und guten Gesprächen lassen wir den Tag ausklingen und sagen ganz herzlich Danke, Akpekaka (Ewe Sprache) und Elabale (Kabie Sprache), dass wir alle den Tag gesund und heil überstanden haben.

Mittwoch 25. März 2026

Nach dem Frühstück starten wir pünktlich um 8.00 Uhr in Richtung Badou Kessibo. Dort wird heute eine weitere Schule eingeweiht. Finanziert wurde sie von einem Privatmann aus Nördlingen und dem Erlös eines Maislabyrints von einem Betrieb in Regenstauf.

Video von der Fahrtstrecke

Die Strecke führt uns von Atakpame (300Hm) durch hügeliges Gelände auf eine Höhe von 800 m. Landschaftlich ist es sehr schön und eine fruchtbare Gegend mit vielen Bananen, Kaffeebäumen, Manjokfeldern usw.

Video – Begrüßung durch Schulkinder in Kessibo.

Natürlich werden wir auch hier mit Musik und Tamtam empfangen.
In Togo finden heut landesweit Prüfungen statt – wohl ähnlich wie bei uns die Prüfungen zur Grundschulempfehlung.
Daher sind heute nur die 1.und 2. Klässler da. Trotz allem wird es ein super schönes Fest bei dem uns die Leute ein sehr kurzweiliges Programm bieten. Mehrere Trommelgruppen, eine Bläsergruppe und Tanzgruppen treten zwischen den einzelnen Reden auf.
Der Direktor der evangelischen Kirchen erwähnte, dass er uns schon oft bei Einweihungen von Schulen in ganz Togo getroffen hat – vom Süden bis ganz in den Norden und dafür sind sie sehr dankbar.

Alle Redner bedanken sich aufs herzlichste und man spürt, dass dieser Dank wirklich von Herzen kommt.

Die Bürgermeisterin erwähnt, dass Kessibo früher eine relativ wohlhabende Gemeinde war. In der Region wird viel Kakao angebaut und je nachdem wie hoch der Preis für Kakao ist – geht es den Leuten gut oder schlecht.

Die verschiedenen Musik – und Tanzdarbietungen werden voller Begeisterung vorgetragen. Vor allem die Kinder sind mit viel Herzblut dabei.

Video Trommelgruppe Frauen

Georg Abele, einer der beiden Sponsoren ist mit bei der Einweihung dabei und freut sich, dass er so ein schönes Gebäude übergeben kann. Symbolisch übergibt er einen großen Schlüssel, denn man braucht ihn nicht nur um die Tür zu öffnen, sondern Bildung ist auch der Schlüssel zum Erfolg.

Schon im November haben uns die Kindergärtnerinnen gebeten, dass auch sie dringend ein neues Gebäude brauchen….heute stehen 3 der Kindergartenkinder mit Täfelchen da  und machen nochmal auf ihr Anliegen aufmerksam…..

Alle Kinder freuen sich riesig und sind voller Freude dabei …

Vielleicht auch weil sie gerade, nicht wie alle anderen Kinder Togos in den Schulen vor Prüfungsarbeiten sitzen müssen – heute finden landesweit in allen Primärschulen Prüfungen statt – ähnlich wie bei uns die Tests für die Grundschulempfehlung.

Als Dankeschön, werden wir alle eingekleidet….die Männer bekommen ein traditionelles Hemd und die Frauen ein Tuch (ein Panye) das zum Rock gebunden wird. Es sind sehr wertvolle Geschenke, denn die Stoffe sind alle handgewoben.

Video Trommelgruppe Männer

Nach den vielen schönen Beiträgen, schreiten wir zur feierlichen Eröffnung der Schule. Es handelt sich um ein Grundschulgebäude mit 3 Klassenzimmern, je 1 Lehrezimmer und Büro und daneben ein Latrinengebäude.

In jedem der 3 Klassenzimmer stehen 30 Schulbänke, auf denen jeweils 2 – 3 Kinder sitzen…. also je Klasse 60 – 90 Kinder … für uns unvorstellbar….

Video singende Kiga Kinder

Und überall spürt man die Freude der Kinder, Eltern und Lehrer, über das neue schöne Schulgebäude.

Nach der Besichtigung geht das Fest weiter …. Musik, Tanz und ein Festmenü …

Wir sind überwältigt, was die Frauen des Dorfes, da an Arbeit auf sich genommen haben, um uns ihre Dankbarkeit auszusprechen…. Es wurde extra ein Schwein geschlachtet…. Und kaum ist der Teller leer – gibt es den nächsten Schlag… und wenn es auch nicht immer so aussieht – es schmeckt lecker….

Inzwischen ist es schon Nachmittag und wir müssen uns verabschieden, da wir heute noch bis Kpalime fahren müssen.

Weil die direkte Strecke sehr schlechte Straßen hat, müssen wir erst zurück nach Atakpame und von dort nach Kpalime. Dafür sind wir knapp 4 Stunden unterwegs… entlohnt werden wir, weil es eine landschaftlich sehr schöne Gegend ist mit einer sehr üppigen Vegetation…

Entlang der Strecke liegen auch viele Siedlungen, Dörfer und kleine Städte …und überall herrscht reges, lautes und buntes Treiben…hier in Togo spielt sich fast das ganze Leben auf den Straßen ab.

Nach der langen Fahrt sind wir froh, als wir in Kpalime ankommen. Leider gibt es in der ganzen Stadt keinen Strom, was jetzt am Ende der Trockenzeit relativ oft vorkommt. …ach ja und in welchem Koffer ist jetzt die Taschenlampe …auspacken im Halbdunkel – duschen mit einem Rinnsal … Afrika life …

Als Entschädigung gibt es im Macumba ein superleckeres Essen, das George mit den Lehrlingen für uns gekocht hat.

Den Abend lassen wir im Hotel ausklingen, denn jetzt gibt es wieder Strom….als wir ins Bett gehen, funktioniert dann auch die Solarlampe…🙈 sie hat einen Bewegungsmelder und bei jeder kleinsten Bewegung geht das Licht an….🙈🙈…ausschalten…2 Min später ist es wieder an… das Zimmer ist sehr hoch und Done kommt auch wenn er auf dem Stuhl steht, nicht an die Lampe um sie raus zu drehen …
… irgendwann ist dann wohl doch der Akku leer und im Zimmer ist es endlich dunkel ….. gute Nacht,…

Donnerstag, 26. März 2026

Wie könnt es anders sein…es geht zeitig los…nach dem Frühstück haben wir unseren 1. Termin bereits um 9.00 Uhr beim Präfekten der Region Kloto. Er hat sein Büro mitten in Kpalime.

Wie immer ist der Empfang sehr herzlich und freundschaftlich.
In seiner Ansprache erwähnt der Präfekt, dass er uns schon seit seiner gesamten Amtszeit kennt und dass wir einige der sehr wenigen ONG’s sind die dauerhaft und sehr zuverlässig vor Ort Projekte umsetzen. Er war 2 Tage im Krankenhaus und erholt sich jetzt zu Hause. Extra für uns ist er heute zur Präfektur bekommen. Done und Roman bedanken sich bei ihm und für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Wir unterhalten uns noch eine Weile und danach müssen wir nur über die Straße zum Rathaus.

Auf dem Rathaus werden wir schon erwartet. Der Bürgermeister war vor 3 Wochen in Deutschland und da auch für 2 Tage in Waldstetten. Er hat sich so gefreut, dass er so eine gute Gastfreundschaft erleben durfte und lädt uns deshalb für morgen Abend zum Essen ein.
Im November 2017 haben wir einen Freundschaftsvertrag zwischen der Stadt Kpalime und der Gemeinde Waldstetten geschlossen. Seit Ende 2025 ist der neue Bürgermeister im Amt und er möchte die Freundschaft erneuern und vertiefen.

Zwischendurch kommt dann noch der Gouverneur, um uns zu begrüßen. Er hat seinen Sitz in Atakpame. Als wir durchfuhren, hatte er gerade Termine. Ihm war es aber sehr wichtig, dass er uns trifft und uns für unser Engagement dankt. Er entschuldigt sich auch für die Probleme, die unsere zweite Reisegruppe bei der Einreise hatte. Er bittet uns ein Schreiben aufzusetzen und ihm zu schicken. Die ganze Sache wird noch ein Nachspiel haben.

Der Gouverneur bedankt sich bei uns und versichert, dass sie alle sehr dankbar für unser Engagement sind … und natürlich gibt es auch hier ein Gruppenfoto…

Inzwischen ist der Vertrag vorbereitet und der Bürgermeister und Done schreiten zur Tat.

Im Anschluß gibt es weitere Dankeswortemit einem Geschenk, verbunden mit lieben Grüßen an den Bürgermeister Rembold in Waldstetten. Gleichzeitig bittet der Bürgermeister, seinem Kollegen in Waldstetten auszurichten, dass er sich sehr freut, wenn Herr Rembold zu Besuch nach Kpalime kommt. … ja und dann gibt’s nochmal ein Gruppenfoto …

Eigentlich wollten wir um 10.30 Uhr in Xletivikondi an der Schule sein. Der Besuch in der Präfektur und im Rathaus hat wesentlich länger gedauert als geplant. Jetzt ist es schon nach 12.00 Uhr und die Schüler sind schon zu  Hause.

Die Schule, ein Kindergarten und eine Photovoltaikbetriebene Wasserversorgung mit 3 Wasserstellen wurde 2020 erbaut und auf Initiative von Hubert Gärtner, von den Lions Sierning, durch die Lions International finanziert.

Wegen der Hitze haben wir beschlossen eine kleine Siesta zu machen…doch dann bekommen wir Besuch…
Zwei Frauen der Palmölgruppe aus Agbetiko sind den weiten Weg vom Mono nach Kpalime gekommen…
Die 20 Frauen unterstützen wir schon seit vielen Jahren. Sie produzieren Palmöl, wobei wir sie mit 2 Maschinen und einem Lagerraum unterstützt haben. Jetzt haben sie um einen Kleinkredit gebeten um jetzt währen der Erntezeit günstig  eine größere Menge Nüsse zu kaufen und einzulagern. Jetzt direkt während der Erntezeit sind die Nüsse günstiger als in 2- 3 Monaten. Im Laufe der nächsten  Monate werden sie dann die Nüsse zu Öl verarbeiten und verkaufen.
Die Frauen sind überglücklich, dass wir sie mit dem Kredit unterstützen.

Wir vereinbaren, dass wir im November wieder nach Agbetiko – Mono kommen werden um uns über den Stand des Projektes zu informieren.

Am Nachmittag besuchen wir das Lycee (Gymnasium) in Nyiveme. 2017 haben wir dort mit Unterstützung der Lions Aalen und Aierning/Österreich das erste Schulgebäude und eine Latrine gebaut.

In den folgenden Jahren finanzierten ebenfalls die Lions mehrere Anbauten und Renovierungen und 2024 konnten wir mit Unterstützung  des GLAM SLAM CHARITY TURNIR in München und einer Erbschaft aus Donzdorf ein weiteres Schulgebäude bauen.

Im Anschluß fahren wir nach Kpime in das Hospital der Clarissa Schwestern. Schon seit vielen Jahren unterstützen wir die Schwestern mit Hilfsmaterial aus dem Container und mit einem Sozialfond, durch den sie mittellose Patienten behandeln können.

In dem kleinen Hospital arbeiten 4 Schwestern und 6 weltliche Mitarbeiter. Montags und Donnerstags haben sie eine offene Sprechstunde, bei der auch ein Assistant Medical (eine Art Hilfsarzt) extra ins Zentrum kommt.

Als Patienten kommen hauptsächlich Schwangere zur Vorsorge, zur Geburt und danach zu Vorsorge – Untersuchungen und Impfungen mit ihren Kindern. Außerdem Patienten mit Malaria, Durchfallerkrankungen, Verletzungen usw. Schwere Fälle werden in Krankenhäuser nach Kpalime oder sogar Lome gebracht.

Die Schwestern haben einen sehr großen Kräutergarten, in dem sie viele Kräuter anbauen und dan zu Tees, Tinkturen, Salben … verarbeiten. Neben der Humanmedizin widmen sie sich auch der homöopathischen Medizin und behandeln die Menschen auch so.

Neben einem Ultraschallgerät erhielten die Schwestern von uns in den letzten Jahren zwei Mikroskope, eine Zentrifuge, Bettwäsche, Verbands- und Inkontinenzmaterial.

Das Zentrum wurde von einer Luxemburgischen Bank finanziert und von verschiedenen togoischen Bauunternehmern gebaut … allerdings mit einigen Bausünden … warum uns die Schwestern auch um Unterstützung für die Reparatur des Daches bitten.

Wie immer werden wir von den Schwestern noch eingeladen. Es gibt einen Kuchen aus Mais, Erdnüssen und Honig…. er schmeckt sehr lecker …  ein bisschen wie Lebkuchen….dazu gibt es Saft aus Ananas und aus Guave … alles richtig gut……

Inzwischen ist es schon dunkel geworden und auch unsere letzten beiden Reiseteilnehmer sind eingetroffen.

Tina kam leider ohne ihren Mann, Ernst Martin, der aus gesundheitlichen Gründen nicht fliegen kann.

Gemeinsam mit Max kam sie gestern abend in Lome an und heute sind sie nach Kpalime gekommen.

Im Macumba werden wir von George und unseren Lehrlingen wieder mit einem sehr guten Abendessen verwöhnt und lassen den Tag bei guten Gesprächen ausklingen.

Freitag 27. März 2026

Nach dem Frühstück fahren wir zunächst nach Agou Nyogbo – Agbetiko. Dort haben die Lions Aalen und Sierning 22, zwei Schulgebäude und eine Wasserversorgung gebaut.

.  

Auf dem Schulhof und in den Klassenzimmern ist es sehr sauber und die Gebäude sind gut im Schuss. Zur Begrüßung singen die Kinder in den Klassenzimmern.

Video Akbe Madana mawo ..Schüler im Klassenzimmer.

Im Anschluss besichtigen wir die verschiedenen Abteilungen im ABCN-Ausbildungszentrum. Der größte Teil der Maschinen und des Werkzeuges, auch Nähmaschinen, Nähzubehör und Stoffe haben wir mit unseren Containern nach Togo geschickt.

Zurzeit absolvieren 100 Lehrlinge im dualen System eine 3jährige Ausbildung in handwerklichen Berufen….Koch, Restaurantfachkraft, Elektriker, Schweißer und Blechbearbeitung, KFZ-Mechaniker. Dreher, Schreiner, Maurer u. Maler, Schneiderin.
Die Ausbildung im ABCN-Ausbildungszentrum ist kostenlos. Das ist in Togo absolut unüblich. Die theoretische Ausbildung finanziert Hilfe für Togo, indem die Kosten für die Lehrer getragen werden. Außerdem bekommen die Lehrlinge täglich eine warme Mahlzeit und für den Fall, dass ein Lehrling krank wird haben wir einen Sozialfond.

Video – Arbeiten an einer Drehbank.

Danach besuchen wir Ekluitenkpla, ein kleiner Höhepunkt unserer Reise. Im November haben wir beschlossen dort eine Schule zu bauen und ein Wasserprojekt…das Wasser läuft inzwischen …👍🏽

Video Begrüßung in Ekluitenkpla

Durch Spenden von Privatpersonen und aus Erlösen von Ottos Bohnakern Musikern konnten wir die Wasserversorgung sehr schnell realisieren.

… und wie könnte es auch anders sein … auch hier ein Empfang mit Musik und Tamtam

Gebaut wurde eine Wasserversorgung … eine photovoltaikbetriebene Pumpe befördert das Wasser in einen Wasserturm … von dort gelangt es an drei Wasserstellen zur Versorgung der Schüler, direkt an der Schule und der Einwohner des Dorfes.

Die Freude bei allen ist überwältigend und die Menschen sind sehr ausgelassen und fröhlich.

Am Rande des Geschehens sehen wir eine Frau, die schon ihre Wäsche mitgebracht hat und schon beim Waschen ist.

Mit der Produktion der Steine wurde schon begonnen und in der kommenden Woche soll mit dem Bau der Schule begonnen werden, damit sie im November eingeweiht werden kann.

Jetzt geht es zurück nach Kpalime. Die Lehrlinge im Macumba sind schon dabei unser Abendessen vorzubereiten.

Es gibt FuFu, ein Gericht, dass aus der Yamswurzel hergestellt wird. Eine sehr stärkehaltige Wurzel, die eigentlich nicht nach viel schmeckt…dazu gibt es aber immer leckere, meist sehr scharfe Soßen … oft mit Huhn oder Fisch … und so ist es ein leckeres und vor allem sehr sättigendes Essen.

Video Begrüßung bei den Palmöl Frauen

Für den Nachmittag haben wir einen Besuch bei den Palmölfrauen in Yokele geplant. Die Frauen produzieren Palmöl und hatten vor einigen Jahren ein großes Problem, da sie keinen Wasseranschluss hatten und ihr Wasser Kilometerweit hertragen mussten.

Vor zwei Jahren konnten wir mit Unterstützung des Rotary Club Schwäbisch Gmünd -Rosenstein eine photovoltaikbetriebene Wasserpumpe, einen Wasserturm und drei Entnahmestellen bauen. Seither haben nicht nur die Dorfbewohner Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Frauen konnten die Produktion von Palmöl steigern. Früher haben sie im Jahr 18 Kanister Öl produziert. Jetzt sind es 30 Kanister im Monat. Wir können sehr gut verstehen, warum die Frauen so erfreut und begeistert sind – denn die Arbeitserleichterung ist ja extrem.

Wir sind auch begeistert vom Engagement der Frauen und ihrem Erfolg, den sie durch ihre Arbeit jetzt haben. Sie erklären uns den Ablauf der Ölproduktion.

Das Öl verkaufen sie, stellen aber auch Pflegeprodukte wie Seife, Duschgel und

Shampoon her, das sie dann sogar in Lome verkaufen können.

Um ihre Produktion noch zu optimieren, wünschen sie sich noch einiges am Material, wie z.B. eine weitere Feuerstelle und entsprechende Töpfe, Siebe usw. Wir versprechen den Frauen dass wir versuchen Lösungen zu finden.

Als sich die Frauen vor einigen Jahren zusammengeschlossen haben waren es 30 Frauen. Jetzt sind sie 46 und 4 weitere Frauen möchten sich auch der Gruppe anschließen. Wir sind begeistert, wie sich die Frauen und vor allem ihr Engagement entwickelt hat.
Die Frauen sind sehr dankbar, dass wir sie unterstützen und sie so ihre Familien ernähren können. Außerdem ist es für die Frauen auch persönlich ein großer Erfolg und ihr Selbstbewusstsein steigt merklich.
So stellt uns die Sprecherin eine ganz junge Frau vor, die gut 10 km entfernt wohnte und von der Frauengruppe gehört hat. Sie hat alles zusammengepackt und sich mit ihrem Kind auf den Weg nach Kpalime gemacht. Sie lebt und arbeitet jetzt hier und ist sehr glücklich. So freut es auch uns sehr, dass sich das Projekt so gut entwickelt hat.

Regelmäßig unterstützen wir auch Familien die Waisenkinder aufnehmen. Einmal im Monat kommen die Familien ins ABCN und bekommen ein Essenspaket mit wichtigen Grundnahrungsmitteln wie Öl, Reis, Mais od. Maniokmehl, getrockneten Fisch usw. Außerdem erhalten sie aus dem Container Kleidung, Bettwäsche, Decken, Schulmaterial usw. Über einen Sozialfond helfen wir dann auch in Notfällen z.B. mit Medikamenten, Arztkosten oder Operationen.

Die Menschen leben selbst schon in Armut und nehmen trotzdem noch Kinder bei sich auf, deren Eltern entweder gestorben sind, oder aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sind sie ihre Kinder zu versorgen.

Es gibt auch noch Geschenke und es ist für uns sehr berührend, wie sich die Menschen freuen – über eine Decke, ein Handtuch oder die Kinder über kleine Spielsachen usw…. und selbst nur über den Besuch … dass es Menschen gibt, die weit weg in Europa leben und die weite Reise machen um nach Afrika zu kommen und an die Menschen dort denken … da fließt sogar die eine oder andere Freudenträne…

Video – Trommelgruppe bei der Einladung des Bürgermeisters

Die Lionsgruppe hat noch ein Treffen mit dem Bürgermeister und dem Vorsitzenden des Lionsclub aus Kpalime und am Abend hat uns der Bürgermeister zum Essen eingeladen. Er möchte sich bei uns für die Gastfreundschaft bedanken, die er vor kurzem in Waldstetten erfahren durfte.

Wir sitzen wie bei einer lauen Sommernacht und genießen ein leckeres Abendessen bei Tanz und Musik…

..und am Schluß tanzen auch wir alle zur Trommelmusik und bei ausgelassener, fröhlicher Stimmung geht ein schöner Tag zu Ende.

Video – Alle tanzen

Samstag 28. März 2026

Wie immer – auch heute geht es wieder zeitig los. Bereits um 9.00 Uhr sind wir an der Schule in Hanigba verabredet. Dort waren wir schon im November und haben danach, zu Hause den Bau einer Schule beschlossen.

Ungefähr 1500 Schüler werden an der Schule unterrichtet. Die Klassenzimmer sind total überfüllt. Es sitzen zwischen 60 und 100 Kinder in einem Raum.

… und natürlich gibt es zur Begrüßung wieder viel Tamtam  

Video Trommelgruppe

Heute soll der Grundstein für das neue Schulgebäude gelegt werden.

Nach einem Gebet werden einige Ansprachen gehalten, bei denen der Bürgermeister, der Dorf Chef, Vertreter der Schulverwaltung, der Eltern usw. uns mit lobenden und dankenden Worten überhäufen. Done u. Roman bedanken sich dafür und erwähnen nochmal, dass wir gesehen haben, dass der Bau absolut notwendig ist. Sie erinnern aber auch nochmal daran, dass die Bevölkerung u. die Schulleitung ihren Eigenanteil in Höhe von 5% der Gesamtkosten erbringen muß. Die Dorfgemeinschaft wird diese in Form von Eigenleistungen beim Bau der Schule erbringen.

Viele Gäste sind zu der Feier gekommen und die Schüler präsentieren einige musikalische Beiträge. Es ist eine sehr schöne und würdige Feier.

Video . Liedbeitrag Schülerchor

Anstatt der Grundsteinlegung sollen 3 Bäume gepflanzt werden, die dann bei guter Pflege wachsen und gedeihen sollen, wie die Schüler und die Freundschaft zwischen Togo und Deutschland.

Kerstin pflanzt einen Baum für „White Angel for Fly and Help“, Done einen für „Hilfe für Togo“ und den 3. Baum pflanzt der Bürgermeister mit den Lions aus Aalen und Sierning

Mit dem Bau der Schule soll demnächst begonnen werden, damit im November die Einweihung stattfinden kann.
Done und Roman sind danach im Büro um einiges zu besprechen.
Diese Woche waren sie schon mehrmals im Büro – es gibt einiges zu regeln – z.B. Abrechnungen, Jahresabschluss, Bauvorhaben und deren Abläufe usw..

Video – Begrüßung bei den Blinden

Am Nachmittag besuchen wir eine Wohngruppe mit 16 Blinden Schülern. Sie leben in einem Haus am Stadtrand von Kpalime und besuchen eine Kath. und eine evang. Schule, jeweils Inklusionsunterricht anbieten

Die Jugendlichen stammen z.T.aus sehr armen Familien. Für diese ist es oft schwierig den Kindern den Besuch einer Schule zu ermöglichen. Oft stammen sie aus weit entfernten Dörfern und sind somit auch darauf angewiesen, dass sie in Kpalime einen Platz zum Wohnen haben.

Video – Begrüßung bei den Blinden

Am Nachmittag besuchen wir eine Wohngruppe mit 16 Blinden Schülern. Sie leben in einem Haus am Stadtrand von Kpalime und besuchen eine Kath. und eine evang. Schule, jeweils Inklusionsunterricht anbieten

Ein Franzose hat vor einigen Jahren ein Haus gebaut, in dem die Jugendlichen kostenlos wohnen können. Für Verpflegung und die Kosten für eine Frau, die die Jugendlichen beim Kochen und Putzen unterstützt müssen die Eltern aufkommen.

Eigentlich müssten sie auch das Schulgeld bezahlen. Oft reicht das Geld dafür nicht mehr. Daher haben wir vor einigen Jahren beschlossen, dass wir diesen Part übernehmen. Auch für diese Menschen ist eine gute Bildung wichtig. Pfr. George kümmert sich um die Jugendlichen. Er spricht sehr gut Deutsch und berichtet uns regelmäßig über die Situation bei den Blinden. Er hilft den Jugendlichen auch nach ihrem Schulabschluss, einen Ausbildungsplatz zu finden. So konnte er im vergangenen Jahr ein Mädchen in’s Rathaus vermitteln, wo sie im Büro arbeitet.

An Weihnachten konnten wir den Blinden mit Spendengeldern ein Festessen im Macumba finanzieren … das war ein tolles Weihnachtsgeschenk.. und sie bitten uns an die Spender ein herzliches Akpekaka – Danke auszurichten.

Auch heute kommen wir nicht ohne Geschenke. Hubert hat über die Lions in Sierning 18 Blindenstöcke gekauft, die er heute überreicht – und die Freude ist riesig.

Wenn auch die Zeit knapp ist, so gehört es aber doch zum Programm, dass wir auch einen Besuch auf dem Markt machen…. Dort gibt es wirklich alles…

Obst und Gemüse, afrikanische Stoffe, Kleidung und Schuhe aus unseren Altkleidersammlungen, Töpfe, Geschirr, Tiere, Kunsthandwerk …einfach alles…

Neben allem, was man kaufen kann, ist es auch ein besonderes Erlebnis und am liebsten würde man auch ein paar Tüten mit den vielen Gerüchen mitnehmen….

Neben allem, was man kaufen kann, ist es auch ein besonderes Erlebnis und am liebsten würde man auch ein paar Tüten mit den vielen Gerüchen mitnehmen….

Am Abend gibt es dann noch eine ganz besondere Veranstaltung… die Lehrlinge aus den verschiedenen Sektionen zeigen uns ihre Werkstücke.

Ein sehr kurzweiliger Abend.

Als Dankeschön erhalten alle Lehrlinge kleine Geschenke in Form von Pullis, T-Shirts, Fußbällen…

     … mit einem gemeinsamen Abendessen, Tant, Musik und guten Gesprächen geht ein schöner Tag zu Ende… natürlich nicht, ohne ein Geburtstagsständchen für unsere Reiseteilnehmerin Tina Ulmer.

Sonntag 29. März 2026

Heute stehen wir noch etwas früher auf. Felizia verlässt uns und fährt schon um 7.00 Uhr mit dem Bus nach Kara. Dort wird sie für 3 Monate bei einer togoischen Familie leben.

Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück, das uns wie immer George und die Lehrlinge vom Macumba servieren, fahren Boris und Done sie zum Busbahnhof und schicken sie auf Ihre 6 stündige Fahrt. In Kara wird sie bestimmt eine spannende Zeit erleben… wir sind gespannt.

Wir besuchen im Anschluss unsere Fußball Mädels…. Die 25 Mädchen im Alter von 14 – 22 Jahren treffen sich regelmäßig nicht nur um Fußball zu spielen, sondern auch um einen Garten zu bewirtschaften. In diesem pflanzen sie Kräuter und Gemüse an und verkaufen es. Von dem Erlös kaufen sie dann z.B. Kickschuhe oder Trikots.

Im vergangenen Jahr haben wir ihnen eine Wasserpumpe und einen Schlauch übergeben, damit sie den Garten mit dem Wasser aus einem nahegelegenen Bach problemlos bewässern können und das Wasser nicht immer einen steilen Hang hoch schleppen müssen.

Vor einigen Jahren haben die Mädchenmannschaften vom TSGV Ruppertshofen für die togoischen Mädchen ein Wochenende in einem Fußballcamp finanziert. Jetzt haben sie und ein Ehepaar aus Bayern gespendet und alle Mädchen können an einem Ferien Fußballcamp im Sommer teilnehmen. Heute überreichen wir das Geld und die Mädchen freuen sich riesig.

Viele der Mädchen stammen aus der Gegend von Kpalime und Hanigba und besuchen das Gymnasium in Hanigba. Sehr oft stammen sie aus sehr ärmlichen Familien und es ist für sie unmöglich an irgendwelchen Freizeitprojekten teilzunehmen … ganz besonders wenn man dafür auch noch bezahlen muss. Daher ist die Freude riesig. Der Sport ist für die Mädchen nicht nur eine sportliche Aktivität, sondern fördert auch ihr Selbstbewusstseins und stärkt die Mädchen merklich.

Die Mädchen spielen sehr gut und sind mit uns vergleichbar in der Bezirksliga an vorderster Front… wir verabschieden uns mit dem Versprechen im November wieder zu einem Fußballspiel zu kommen.

Für uns geht es gleich weiter.

Wir wollen noch das kleine Krankenhaus der Mutter Theresa Schwestern besuchen und ihnen wieder einige Kartons aus dem Container bringen. Wir schicken ihnen immer dringend benötigte Windeln, Einlagen, Verbandsmaterial, Bettwäsche usw.

Die Beuche in dem kleinen Krankenhaus mit Platz für etwa 40 Patienten ist immer sehr bewegend.

Die 6 Mutter Theresa Schwestern und einige weltliche Mitarbeiter behandeln die ärmsten der Armen…und zwar Kostenlos.
Bei den meisten Patienten handelt es sich um chronisch Langzeitkranke…

Aids, Tuberkulose, Diabetes, schwere Wundinfektionen wie z.B. offene Beine oder Wunden, die sich nach Operationen stark entzündet haben.
So ist z.B. ein junger Mann, der einen Abszess am Oberschenkel hatte. Dieser wurde in einem Krankenhaus ausgeräumt und der Patient wurde entlassen ….die Wunde entzündete sich schwer…er ist jetzt schon einige Monate hier und die Wunde ist gut verheilt. Jetzt hat er schwere Vernarbungen, die das Gehen schwierig machen. Er bekommt Bewegungstherapie …

Ein anderer Patient hat Aids und ist seit einem Sturtz gelähmt.
Er war schon im letzten März da und wird wohl sein Leben hier im Hospital beenden.
Schwester Martha, die Oberin erzählt uns, dass viele Patienten allein, ohne Familienangehörige sterben würden und das macht sie sehr traurig. Sie bemühen sich immer wieder, die Angehörigen dazu zu bewegen, dass sie wenigstens zu Besuch kommen … oft kommen sie nicht, weil sie Angst haben, sie würden für die Behandlung zur Kasse gebeten….weil das in den anderen Krankenhäusern so ist.

Eine junge Frau mit zwei kleinen Kindern ist da um ihre sterbende Mutter zu pflegen. Sie hat deshalb ihre Arbeit als Näherin aufgegeben und hat jetzt auch Angst, dass ihr Mann sich eine andere Frau sucht. Schwester Martha erzählt uns, dass es vor allem in den ländlichen Gegenden noch üblich ist Brautgeld zu zahlen. Wenn die Brauteltern arm sind und für ihre Tochter wenig Brautgeld bezahlt haben, kann der Mann seine Frau leichter wieder verlassen, als wenn viel Brautgeld bezahlt wurde.
Bei der Frau ist jetzt auch noch eines der Kinder erkrankt….

Die Mutter Theresa Schwestern beindrucken uns immer wieder, wie liebevoll und aufopferungsvoll sie die Patienten versorgen. Neben den stationären Patienten kommen täglich viele ambulante Patienten.
Samstags, veranstalten sie immer für die Kinder einen Tag, bei dem sie mit ihnen Spiele machen, singen, basteln oder z.B. auf Weihnachten ein Krippenspiel machen und mit ihnen religiöse Themen wie z.B. Ostern besprechen. Zum Abschluss gibt es für die Kinder immer ein Essen, dass ist für die Kinder immer ein ganz besonderer Tag.

Mehrmals bedanken sich die Schwestern, für die Installation der Wasserversorgung. Das hat ihre Arbeit viel leichter gemacht. Auch für die 4 großen Reissäcke, die wir nach unserem letzten Besuch im November geschickt haben, seien die Patienten sehr dankbar gewesen.

Auf unsere Frage, was sie brauchen könnten, meinten sie:
“ alles, was Ihr bringt, ist sehr gut“. Wir sind so froh über die vielen Windeln, Betteinlagen und das Verbandsmaterial.
Ein großes Problem sei die Stromversorgung…
Vor allem jetzt zum Ende der Trockenzeit fällt sehr oft der Strom aus. Es wird in Togo bereits um 18.00 Uhr dunkel und die Patienten müssen da noch versorgt werden, was im Dunkeln natürlich sehr schwierig ist.

Sie wären überglücklich, wenn sie eine Photovoltaikanlage bekommen würden … ganz bescheiden bitten sie…. “ die Anlage müsste gar nicht so groß sein, wenn wir wenigsten in den Zimmern eine kleine Lampe hätten um die Patienten zu versorgen“. ( es sind 4 Krankensäle mit jeweils ca. 10 Betten).

Wir versichern, dass wir das Thema besprechen und uns eine Lösung überlegen.

Von dem Besuch bei den Mutter Theresa Schwestern gibt es keine Foto’s…. da auch von uns niemand möchte, das Fremde durch die Zimmer marschieren und uns fotografieren. Wir sind dankbar, dass wir mit so einer großen Gruppe kommen durften und einen Einblick in die Arbeit der Schwestern erhielten.

Ein letztes Mal verbringen wir einen schönen Abend im Macumba bei

 „Fufu au poulet et a la sauce aux arachides“, Es ist ein schöner Abend, bei dem wir noch lange unsere Reiseerlebnisse austauschen.

Montag 30. März 2026

…unser letzter Tag in Togo … und auch heute volles Programm.

Daher heißt es auch heute  – früh aufstehen, denn bereits um 7.00 Uhr wird das Gepäck verladen und es geht los nach Lome, die Hauptstadt Togos.

Zur Verabschiedung kommen auch die Verantwortlichen des Ausbildungszentrums, um sich persönlich bei uns zu verabschieden und sich für die gute Zusammenarbeit zu bedanken.

Um 10.00 Uhr werden wir in Lome erwartet, um dort ein weiteres Schulgebäude an der Schule Madjikpeto zu übergeben.

Ernst Martin Schaible hat dort schon vor zwei Jahren ein Schulgebäude mit 4 Klassenräumen finanziert.. Jetzt hat er ein Gebäude mit 2 Klassenräumen und eine WC Anlage für die Schüler und Lehrer finanziert. Mit einer großen Feier wird das Gebäude seiner Bestimmung übergeben.

Mit einem riesigen Tamtam werden wir von den über 1500 Schülern empfangen.

Mit einem großen Banner sprechen sie Ihren Dank an Ernst Martin Schaible aus,

Der Schulhof ist übervoll mit Schülern, Lehrern, Eltern … und es herrscht eine ausgelassene Stimmung.

Nach einem Gebet kommen verschiedene Vertreter der Stadt, der Schulverwaltung, Eltern, Lehrer und Schüler zu Wort…Roman  übersetzt wie immer auch die ansprachen von Done und Tina Ulmer, die für ihren Mann Ernst Martin Schaible spricht, der krankheitsbedingt seine Reise nach Togo kurzfristig absagen musste.

Wie sehr oft bei Einweihungen von Schulen tragen die Schüler wieder beide Nationalhymnen vor und hissen dabei die togoische und die deutsche Fahne. Für uns wie immer sehr beeindruckend.

Video  Nationalhymne

Es findet ein großes Fest mit vielen Tänzen, musikalischen Darbietungen und einer großen Anzahl von Redebeiträgen statt.      2 Videos Tanz und Trommeln

Die Gebäude sind sehr schön geworden.

Nach einem kleinen Umtrunk mit erfrischenden Getränken, Brochette de viande und Arachide heißt es jetzt Abschied nehmen…

Video – letzte Fahrt durch Lome

 heute Abend fliegen wir nämlich nach Hause…. Allerdings nicht ohne, dass wir noch unseren traditionellen Abschluss im Robinson Plage“ genießen.

Noch ein paar Stunden am Meer, in der Sonne entspannen. Gemeinsam mit unseren afrikanischen Freunden die Reise mit all den vielen Eindrücken Revue passieren lassen, ein leckeres Essen und ein letztes „Latschar“…wie das togoische Bier heißt… und dann geht’s los…  Video   letzte Fahrt durch Lome….

 .. eine letzte Fahrt durch Lome … durch das Verkehrsgetümmel vorbei an vielen Verkaufsständen ….

Am Flughafen wieder eine Kontrolle schon bei der Einfahrt … und nochmal Pässe, Visa, Gepäck  … 1. Runde geschafft ….dann wieder Visa, Pässe, Gepäck, Schuhe, Gürtel ….und nochmal Pass … das Ausreisevisa – manchmal denke ich, in Togo haben sie Angst wir bleiben da….ein letztes Mal Gepäckkontrolle und wir sitzen in der Abflughalle….pünktlich können wir einsteigen und starten …

Eine Zwischenlandung in Accra, der Hauptstadt von Ghana und nach über einer Stunde, in der der Flieger proppevoll wird geht es endlich in Richtung Europa…inzwischen hat schon der letzte Tag im März begonnen. Ein relativ ruhiger Flug, mit wenig Schlaf und pünktlich landen wir in Brüssel….oh es isch kalt…

Nun heist es auch in der Reisegruppe Abschied nehmen. Lotte und Hubert reisen nach Österreich, Roman in die Schweiz und die Aalener fliegen mit einer Maschine früher als wir nach München – für sie wird es etwas hektisch, wir haben noch Zeit für ein kleines Frühstück, da unser Flug nochmal verschoben wird.

In  München dauert es dann noch eine ganze Weile bis endlich unser Gepäck ankommt… aber es kommt wenigstens und der Fahrer vom Waldstetter Reisebüro holt uns wieder ab und bringt uns sicher und flott nach Hause.

Eine beeindruckende Reise geht zu Ende

  • Zwei mal 4750 km sind wir geflogen
  • 2195 km haben wir auf den togoischen Straßen liegen hinter uns
  • Viele bewegende Eindrücke durften wir erleben
  • Glückliche Gesichter, die eine oder andere Freudenträne…
  • Fröhliche Menschen, tolle Begegnungen und gute Gespräche

Einfach eine Reise voller Erlebnisse und vieler neuen Erfahrungen.

Herzlichen Dank an die Reiseteilnehmer, dass Ihr die Strapazen auf Euch genommen habt und zum Gelingen der Projekte in Togo beitragt. Ein ganz 💞liches Akpekaka an Roman, der uns wieder so toll, als Übersetzer unterstützt hat, indem er die vielen Reden und Gespräche vom französischen ins deutsche und umgekehrt begleitet hat – wahrlich eine Mamutaufgabe.
Herzlichen Dank an alle die meine Berichte gelesen haben und vor allem für die vielen lieben Rückmeldungen..das hat mich sehr gefreut.

….jetzt freuen wir uns auf unsere Enkelkinder und eine gute Butter 🥨….
und damit grüße ich Euch alle und wünsche Euch 🐰Frohe Ostern🐣

Loading


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Avatar-Platzhalter

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert